Sekundarschule Netphen

Schüler nehmen an Kulturwochen zum Thema „Punkt“ teil

Kulturwochen Sekundarschule Netphen: Lehrer und Schüler haben zum Motto "Punkt" fächerübergreifend Konzepte für die Bühne erarbeitet.

Foto: Jennifer Wirth

Kulturwochen Sekundarschule Netphen: Lehrer und Schüler haben zum Motto "Punkt" fächerübergreifend Konzepte für die Bühne erarbeitet. Foto: Jennifer Wirth

Netphen.   An der Sekundarschule Netphen lassen sich Schüler in den Kulturwochen interessante Ideen zum Thema „Punkt“ einfallen.

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Arabische Klänge schallen durch die Georg-Heimann-Halle. Mit viel Hüfteinsatz führen 13 Schülerinnen der Sekundarschule Netphen eine Choreographie vor. Ihre Hände bewegen sie über den Köpfen, die Handgelenke kreisen zur Musik.

Lehrerin Ines Delifer ist zufrieden mit der Leistung, denn das Stück üben die 13- bis 16-Jährigen erst seit rund zwei Wochen. „Sie werden lockerer und bewegen die Hüften“, sagt sie.

Die Bauchtanzgruppe probt für den großen Auftritt am Donnerstag. Ihr Motto: „Gemeinsam den Schritt auf den Punkt bringen“, erklärt Ines Delifer.

Denn im Rahmen der Kulturwochen der Sekundarschule Netphen haben die Schüler mit ihren Lehrern fächerübergreifend Ideen zum Motto „Punkt“ gesammelt. Von der Tanzgruppe über die Deutschklassen bis zum Kunstunterricht – alle Fächer sind in die Kulturwochen eingebunden. „Dass sich die komplette Schule beteiligt, ist eine Stärke“, sagt Lehrer Florian Schnurr. Bis zu 14 Gruppen werden auftreten.

Jahrgangsübergreifendes Projekt

„Das Thema soll in der Schule gelebt werden – jahrgangsübergreifend. So lernen sie sich noch besser kennen“, sagt Schulleiterin Julia Cruz-Fernandez. „Zwischen Punktewahnsinn und -wahrnehmung“ befindet sie sich derzeit, sagt sie und lacht.

Denn die Vorbereitungen für die große Show laufen auf Hochtouren. Ihr sind die Projektwochen sehr wichtig, da die Schüler dadurch auf besondere Weise gefördert würden. Im Vorfeld habe sich ein Lehrer-Team intensive Gedanken um ein passendes Motto gemacht, das überraschend ist. „Das Thema Punkte ist herausfordernd, aber jeder kann etwas damit anfangen“, erklärt Cruz-Fernandez.

„Gemeinsam punkten“

Mehrere hundert Zuschauer finden in der Halle Platz. Es sind nur noch wenige Karten zu haben. Abwechselnd betreten die Projektgruppen die Bühne und üben. Links geht es auf die Bühne, rechts hinunter...nicht zu weit hinten stehen und laut sprechen.

Alles will geübt sein, doch einige Kinder scheinen bereits alte Bühnenhasen zu sein – wie Julia Reidel (11): „Ich war schon sehr sehr oft auf der Bühne. Auch für Fynn Luca Kaludzinski (12) ist die Erfahrung nicht neu: „Ich bin nur ein bisschen aufgeregt. Weil ich bin es gewöhnt auf der Bühne zu stehen – aber so viele Menschen waren es noch nie.“ Er führt gemeinsam mit Klassenkameraden aus der 5a einen Sketch auf.

„Die Kinder haben sich das ganz allein ausgedacht. Ich habe so wenig Vorgaben wie möglich gemacht“, sagt Deutschlehrerin Kristina Stahl. „Gemeinsam punkten“ ist die Idee hinter den Stücken.

Jede Gruppe zeigt ein klassisches Problem, das beim Schulwechsel auftreten kann. „Wir haben unseren Sketch ,Neue Freunde’ genannt. Erst streiten wir uns, weil ein Mädchen nicht mitspielen darf und dann wird geschubst. Aber zum Schluss vertragen wir uns und sind neue Freunde“, sagt Maik Fiedler (12). Ende gut, alles gut.

Schüler sind begeistert

Die Kulturwochen laufen seit dem 13. März – bis Mitte/Ende Mai. Es gibt sie bereits zum zweiten Mal. Im Jahr 2015 lautete das Motto „Verwandlungen“ und kam bereits gut an – bei Schülern und Publikum, sagt die Schulleiterin. Zusätzlich zur Aufführung gibt es auch eine Ausstellung in der Schule.

Die Schüler finden das Konzept super. „Das ist mal etwas anderes“, sagt Gylcan Ajeti (14). Ihre Freundinnen stimmen zu. „Die Spielfreude ist unbegrenzt“, weiß auch Lehrerin Barbara Schmidt.

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