Gesang

Rudelsingen feiert Jubiläum in Kreuztal

Das 25. Rudelsingen im Siegerland feiert Jubiläum im Café Basico. Jörg Siewert (Gesang, Gitarre) und Steffen Walter (Klavier, Gesang) haben für das Jubiläum ein Best Of Programm erstellt.

Das 25. Rudelsingen im Siegerland feiert Jubiläum im Café Basico. Jörg Siewert (Gesang, Gitarre) und Steffen Walter (Klavier, Gesang) haben für das Jubiläum ein Best Of Programm erstellt.

Foto: Sarah Engelhard

Kreuztal.   Veranstaltungsformat Rudelsingen zum 25. Mal im Siegerland. Zum Jubiläum gab es ein besonderes Programm mit den beliebtesten Liedern

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Rotes Mauerwerk, hohe Decken und Stahlträger: Ein bisschen Industrie-Romantik kommt auf im Café Basico in Kreuztal. An der Bar tummeln sich am Mittwochabend einige Gäste und sichern sich ihr Glas Sekt zur Begrüßung. In der Ecke schräg gegenüber ist eine kleine Bühne aufgebaut. Dort stehen ein E-Piano, eine Gitarre und Mikrofone. Im Hintergrund wird eine Grafik auf eine Leinwand projiziert: „Das 25. Rudelsingen im Siegerland – Jubiläum“. Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn füllt sich der größte Raum des Cafés.

Begleitung mit Klavier und Gitarre

Um kurz nach halb acht erklingen bekannte Töne aus den Boxen. Welches Lied war das noch gleich?! Ich komme nicht drauf. Doch Jörg Siewert, Initiator des Rudelsingens singt die Antwort: „Music Was My First Love…“ „And It Will Be My Last…“, stimmen auch die rund 220 Rudelsänger ein, die zur Begrüßung klatschen und jubeln.

Das Prinzip Rudelsingen ist einfach: Die Original-Stücke werden eingespielt. Siewert steht auf der Bühne und singt in Richtung Publikum, einige Lieder begleitet er mit der Gitarre. Steffen Walter spielt dazu Klavier und übernimmt die zweite Gesangsstimme. Auf der Leinwand werden für alle gut sichtbar die Liedtexte eingeblendet.

Rudelsingen im Siegerland

Die meisten Lieder sind aber sowieso bekannt. Für das Jubiläums-Rudelsingen haben Siewert und Walter ein Best Of mit den beliebtesten Stücken der Rudelsänger zusammengestellt. „Ich war noch niemals in New York“, „Country Roads“, „Lemon Tree“, „Que Sera Sera“ und „Mamma Mia“ sind nur ein paar der Lieder, die am Jubiläumsabend gesungen werden.

So richtig in Fahrt kommen die Sängerinnen und Sänger zu Robbie Williams’ Hit „Angels“. Schon bei der Ankündigung wird durch laute „Oooohs“ und „Aaaahs“ deutlich, dass die Veranstalter mit der Musikauswahl ins Schwarze getroffen haben. Nach dem Gitarren-Solo, das Steffen Walter kurzerhand zum Piano-Solo macht, kommt richtige Konzert-Stimmung auf. „And Through It All...“, singt das Rudel aus vollem Hals.

Im Takt hüpfen

Vor der ersten von insgesamt drei Pausen wird es mit „Bohemian Rhapsody“ anspruchsvoll: „Am Anfang könnt ihr gar nichts falsch machen, Queen singt da nämlich 16-stimmig. Irgendeine Stimme wird schon passen“, ermutigt Siewert die Teilnehmer.

Nach der Pause geht es mit der Königsdisziplin weiter: Singen mit Bewegung! Zu dem Lied „Da Doo Ron Ron“ wird im Takt gehüpft oder besser gesagt zwischen den Takten. Rechts links oder links rechts? Egal! „Yeah, he caught my eye – hüpf hüpf – Yes, oh my, oh my – hüpf hüpf – And when he walked me home, Da do ron-ron-ron, da do ron-ron...“.

Zeichentrick-Klassiker

Nach dieser Multitasking-Höchstleistung folgt etwas Leichtes. Die ganzen Jahre Kinderprogramm am Sonntagmorgen zahlen sich aus. Beim Medley aus Titelmelodien bekannter Zeichentrickserien mit Ohrwurmpotenzial können alle mitsingen – sogar ich: „In einem unbekannten Land vor gar nicht allzu langer Zeit…“

Ruhigere Töne werden danach mit „Hallelujah“ von Leonard Cohen angestimmt, bevor es im dritten und letzten Teil des Abends mit „It’s My Life“ von Bon Jovi und „Altes Fieber“ von den Toten Hosen rockig zur Sache geht. Wippende Füße, nickende Köpfe und sogar die einen oder anderen Tanzschritte werden schließlich bei „Leev Marie“ von den Paveiern getoppt. Der ganze Saal schunkelt, hüpft und klatscht. Eigentlich vorauszusehen, dass die Rudelsänger den Abend nicht ohne Zugabe enden lassen. Und so singen alle zusammen noch „Hey Jude“ von den Beatles, die laut Siewert immer beim Rudelsingen im Programm sind. Und obwohl die Musiker den Abend mit dem Evergreen „My Way“ von Frank Sinatra beenden, fahre ich mit einem Ohrwurm von der Biene Maja nach Hause.

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