Polizeikontrollen

Polizei in Siegen zieht neun Lkw-Fahrer aus dem Verkehr

Fast 100 Lkw und Busse hat die Polizei in Siegen-Wittgenstein am Donnerstag kontrolliert.

Fast 100 Lkw und Busse hat die Polizei in Siegen-Wittgenstein am Donnerstag kontrolliert.

Foto: Kerstin Kokoska

Siegen-Wittgenstein.  Fast 100 Lkw wurden in Siegen-Wittgenstein kontrolliert, bei 60 Prozent gab es Beanstandungen, vor allem wegen nicht eingehaltener Ruhezeiten.

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Unter dem Motto „Sicher.Mobil.Leben.“ hat die Polizei in Siegen-Wittgenstein zusammen mit anderen Behörden am Donnerstag an bundesweiten Lkw-Kontrollen teilgenommen. Der Fokus lag hierbei auf dem gewerblichen Personen- und Güterverkehr.

Lkw-Unfälle haben überdurchschnittlich schwere Folgen. Bundesweit nahmen Verkehrsunfälle mit Getöteten unter Beteiligung von Lkw in den letzten fünf Jahren um 17 Prozent zu. An mehreren Kontrollstellen im Kreisgebiet wurden Lkw und Busse, im Kreisgebiet fast 100 Fahrzeuge, kontrolliert. Die Schwerpunkte dieser Kontrolle lagen in den Bereichen „Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten“, „Ladungssicherung“ sowie dem Bereich „Technischer Zustand der Fahrzeuge“.

Zu wenig Schlaf erhöht Unfallrisiko

Die Festlegung auf diese Schwerpunkte kommt nicht von ungefähr. So ergab eine Studie der AAA Foundation for Traffic Safety, dass eine Stunde weniger Schlaf das Risiko für einen Verkehrsunfall bereits um das 1,3 fache erhöht und dass zwei Stunden weniger Schlaf das Unfallrisiko verdoppeln. Gerade Lkw-Fahrende sind besonders gefährdet am Steuer einzuschlafen: Unregelmäßige Arbeitszeiten, lange Fahrten ohne Begleitung und monotone Strecken auf der Autobahn begünstigen Müdigkeit und Sekundenschlaf.

Auch der Bereich der Ladungssicherung birgt ein hohes Gefahrenpotenzial. Mangelnd gesicherte Ladung setzt sich bei plötzlichen Brems- und Lenkvorgängen unweigerlich in Bewegung. Durch das Fahrzeug rutschende oder fliegende Gegenstände entwickeln beim Aufprall eine Gewichtskraft, die um ein Vielfaches größer ist als ihr Eigengewicht. Sie gefährden nicht nur den Lkw-Fahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Ausländische Fahrer mussten Geld als Sicherheit hinterlegen

Bei den Kontrollen beanstandeten die Beamten mehr als jeden zweiten Lkw (die Verstoßquote lag bei 60 %). In den überwiegenden Fällen handelte es sich um geringfügigere Verstöße. In neun Fällen musste allerdings die Weiterfahrt untersagt werden, in zwei Fällen wurde bei ausländischen Fahrzeugführern jeweils eine Sicherheitsleistung erhoben.

Insgesamt wurden 80 Verstöße festgestellt (einige Fahrzeuge wiesen mehrere Verstöße auf). Am meisten wurden Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten begangen (26), gefolgt von Verstößen gegen die Ladungssicherung (13).

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