Feuer

Patient nach Feuer im Kreisklinikum Siegen schwer verletzt

Im Kreisklinikum Siegen ist am frühen Mittwochmorgen ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr Siegen hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

Im Kreisklinikum Siegen ist am frühen Mittwochmorgen ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr Siegen hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

Foto: Jürgen Schade

Siegen.   Im Kreisklinikum Siegen hat es am frühen Mittwochmorgen gebrannt. Die betroffene Station musste evakuiert werden. Ein Mann ist schwer verletzt.

In einem Patientenzimmer im vierten Stockwerk des Kreisklinikums Siegen ist am frühen Mittwochmorgen, 24. April, ein Feuer ausgebrochen. Ein Patient ist schwer verletzt, ein anderer steht unter Schock. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar.

Höchste Alarmstufe

Gegen 5.10 Uhr wurde die Feuerwehr Siegen durch die Brandmeldeanlage alarmiert. „Bereits auf der Anfahrt wurde uns das Feuer bestätigt. Ich habe die höchste Alarmstufe angeordnet“, sagte Einsatzleiter Karl-Heinz Richter von der Feuerwehr Siegen. Die 32 Patienten des betroffenen Bereichs seien durch das Krankenhaus-Personal sofort evakuiert und auf andere Stationen innerhalb des Hauses verlegt worden. Die Mitarbeiter hatten erste Löschversuche unternommen, musste aber wegen der starken Rauchentwicklung auf die Feuerwehr warten.

Patient mit hochansteckendem MRSA-Virus

Das Feuer konnten die Rettungskräfte schnell löschen. Der Patient in dem Zimmer, wo das Feuer ausgebrochen war, wurde aber bei dem Brand schwer verletzt, er erlitt punktuelle Verletzungen und eine Rauchgasvergiftung. Er wurde auf die Intensivstation gebracht, sein Zustand sei aber stabil, erklärte Geschäftsführer Bertram Müller. Weil der Mann das hochansteckende MRSA-Virus hat und er isoliert auf dem Zimmer lag, muss die Kleidung der Einsatzkräfte, die unter schwerem Atemschutz in das Zimmer vorgedrungen waren, dekontaminiert werden. „Das wird nach einem Brand aber sowieso immer gemacht“, erklärt Karl-Heinz Richter.

Dank der Türen des Neubaus hatte sich das Feuer nicht auf andere Bereiche ausgeweitet. Durch die Evakuierung habe sich der Rauch aber auf der kompletten Station verteilt, weshalb diese zunächst nicht belegt werden kann.

Insgesamt 150 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter auch Notfall-Seelsorger und psychosoziale Fachkräfte. Sie betreuen die Patienten sowie die Mitarbeiter des Kreisklinikums. Der Krankenhausbetrieb ist nicht beeinträchtigt, teilt die Klinik mit.

Mitarbeiter handeln umsichtig

Der Geschäftsführer bedankt sich für das umsichtige Verhalten der Mitarbeiterinnen auf der Station: Ihr Verhalten habe dazu beigetragen, dass der Brandherd rasch eingegrenzt und durch die professionell handelnden Einsatzkräfte der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Dem schließt sich auch Einsatzleiter Richter an: „Ich muss dem Pflegepersonal des Krankenhauses für ihr umsichtiges Verhalten ein großes Lob aussprechen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben