Kreuztal.

Otto A. Kaletsch stockt die Stiftung seines Vaters weiter auf

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Kreuztal.  Das Stiftungskapital der Konrad-Kaletsch-Stiftung ist durch eine Spende des Sohnes des Stiftungsgründers kürzlich um eine größere Summe aufgestockt worden. Otto A. Kaletsch reagiert damit auf das aktuell niedrige Zinsniveau und die dadurch niedrigeren Beträge, die zur Ausschüttung bereitstehen. Damit möchte er sicherstellen, dass weiterhin viele Projekte im Sinne der Stiftung unterstützt werden können: Zweck der Stiftung ist, die kulturellen Bestrebungen in Kreuztal zu unterstützen. „Dabei sollen vor allem die Belange der älteren Menschen Berücksichtigung finden; besonders ihnen soll Freude bereitet und Anregungen geschenkt werden“, heißt es in der Stiftungssatzung.

Gegründet wurde die Konrad-Kaletsch-Stiftung im Jahr 1976 vom Kreuztaler Ehrenbürger Konrad Kaletsch (1898 - 1978), einem Cousin des ebenfalls aus Kreuztal stammenden Industriellen Friedrich Flick. Das Grundkapital von 300 000 DM brachte er aus privaten Mitteln auf. Durch mehrere Zustiftungen, zuletzt um 42 000 Euro, wuchs das Grundkapital inzwischen an auf 400 000 Euro.

Der in den USA lebende Otto A. Kaletsch ist der Stiftung in besonderer Weise verbunden. Aus der Ferne nimmt er regen Anteil am Stiftungsgeschehen, wenngleich er in der Funktion des Ehrenvorsitzenden im Stiftungsvorstand seit 2009 von seiner Tochter Tatiana Kaletsch vertreten wird. In den 38 Jahren ihres Bestehens konnte die Stiftung Fördergelder von mehr als 600 000 € für die Seniorenarbeit in Kreuztal ausschütten und Vereine, Verbände, Kirchengemeinden, Seniorenclubs, die Arbeiterwohlfahrt und die Caritas, die Frauenhilfe, die Diakonie und die verschiedenen Frühstückstreffs unterstützen. Verwendet werden die Fördergelder beispielsweise für Ausflugsfahrten, Seniorenfeiern oder Präsente anlässlich von Geburtstagsbesuchen bei Senioren.

„Immer in guter Erinnerung“

Bürgermeister Walter Kiß: „Die Verbundenheit der Familie Kaletsch mit Kreuztal reicht lange zurück. Ihren Ehrenbürger Konrad Kaletsch wird die Stadt Kreuztal immer in guter Erinnerung halten.“ Die ursprünglich aus Böhmen stammende Familie Kaletsch war im Zuge des Dreißigjährigen Krieges nach Marburg gekommen. Im frühen 19. Jahrhundert passierte der Postillion Conrad Kaletsch, Urgroßvater von Konrad Kaletsch, mit seiner Postkutsche auf der Route Marburg–Siegen häufig die Kreuzung der Straßen von Olpe, Marburg, Siegen und Köln. Dort befand sich eine Station für einen Pferdewechsel und zur Erfrischung der reisenden Passagiere.

Conrad Kaletsch erwarb dieses Grundstück und baute dort ein Haus mit Restaurant und Hotelbetrieb, Pferdestallungen und Läden – den Kaletsch-Hof. Das schieferummantelte Gebäude ist den Kreuztalern bis heute als Kreuztaler Hof bekannt. Im Laufe der Zeit entstand um diese besagte Kreuzung ein Ort und schließlich die Stadt Kreuztal. „So betrachtet“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt, „könnte man den Postillion Conrad Kaletsch als einen der ersten Kreuztaler bezeichnen.“

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