Heimatkunde

Niederschelden: Straßenschild erinnert an Grube Henriette

Arne Fries, Maik Köhler, Friedrich Schmidt und Bürgermeister Mues (v.l) enthüllten das Straßenschild „Det Jettche“.

Arne Fries, Maik Köhler, Friedrich Schmidt und Bürgermeister Mues (v.l) enthüllten das Straßenschild „Det Jettche“.

Foto: Jürgen Schade

Niederschelden.  Das „Jettchen“ hat die Geschichte des Siegener Stadtteils geprägt. Die Heimatgruppe Niederschelden erinnert daran mit einem Straßenschild.

In Niederschelden ist ein weiteres historisches Straßenschild aufgestellt und enthüllt worden: „Det Jettche“ (Grube Henriette) an der Straßeneinmündung Grube Henriette.

Friedrich Schmidt, Vorsitzender der Heimatgruppe Niederschelden , begrüßte besonders Siegens Bürgermeister Steffen Mues, Stadtrat Arne Fries sowie den Mudersbacher Ortsbürgermeister Maik Köhler, der den Weg über die Landesgrenze gefunden hatte. Zuvor überreichte er Trude Schneider, mit ihren 96 Jahren älteste Schelderin, einen Blumenstrauß.

„Die Ausstellung historischer Schilder ist im Stadtteil Niederschelden dank der Heimatgruppe um ihren Vorsitzenden Friedrich Schmidt mittlerweile eine Tradition geworden“, sagte Steffen Mues. Höhepunkt war im vergangenen Jahr die Eröffnung des Wanderweges „Vom Nordpol bis auf Kreta“ entlang der historischen Straßenschilder. Auf Initiative der Heimatgruppe wurden in den letzten zwölf Jahren 20 Schilder angebracht. Für Friedrich Schmidt ist das Projekt noch nicht abgeschlossen: Niederschelden hat noch eine ganze Reihe überlieferter Bezeichnungen zu bieten. Dank richtete Schmidt an die Stadt Siegen, die es immer ermögliche, den Mast für das Straßenschild einzubetonieren.

Über die Landesgrenze hinweg

Das Schild „Det Jettche“ weist auf den Bergbau hin. Im Bereich des unteren Dreiborntals konnten bereits Ende des 18. Jahrhundert erste bergbauliche Aktivitäten beobachtet werden. Den Schwerpunkt bildete die „Grube Henriette“, die im Jahre 1870 durch Zusammenschluss von mehreren kleinen Gruben zur „Grube Vereinigte Henriette“ entstand. Sie wurde rund 50 Jahre später endgültig stillgelegt.

Auf eine Besonderheit wies Bürgermeister Mues hin: „Wir befinden uns hier im unmittelbaren Bereich der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz, der selbst den oben liegenden Sportplatz Rosengarten nicht verschont.“ Man kann einen Eckball aus Rheinland-Pfalz in den Strafraum von Nordrhein-Westfalen schießen und dort zu einem Tor verwandeln kann. Auch die Grube Henriette erstreckt sich grenzüberschreitend über die Gemarkungen von Niederschelden und Niederschelderhütte.

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