Stadtentwicklung

Neuer Look fürs Einkaufszentrum Netphen geplant

Die Überdachung soll weg: Stattdessen sind Außengastronomie und Pflanzkübel angedacht. Vor allem für Passanten soll es sicherer werden.

Die Überdachung soll weg: Stattdessen sind Außengastronomie und Pflanzkübel angedacht. Vor allem für Passanten soll es sicherer werden.

Foto: Jennifer Wirth

Netphen.   Die Überdachung soll abgerissen und die Talstraße für Autos zukünftig gesperrt werden. Kosten sollen größtenteils auf Betreiber entfallen.

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Am Einkaufszentrum könnte sich bald etwas tun: Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich in der gestrigen Sitzung mit zwei Enthaltungen (Grüne) und einer Gegenstimme (CDU) für die Umgestaltung der Talstraße ausgesprochen. Sollte der Rat zustimmen, könnte die Straße bald für Autos gesperrt werden. Stattdessen soll es für Fußgänger sicherer und ansprechender werden. Was das kostet? – Die Stadt einmalig 20 000 Euro, da die Betreiber des betroffenen Bereichs investieren würden. FSK Investment würde 20 000 Euro übernehmen, den Rest Petz Rewe. Allein für die Tiefbaumaßnahme sei mit 80 000 bis 100 000 Euro zu rechnen.

Die Entwicklung

Bereits im März 2015 hatten die Politiker beschlossen, dass die Straße umgestaltet werden soll. Nur noch Fußgänger, Radfahrer und zeitlich eingeschränkter Lieferverkehr sollten Zugang haben. Nach Gesprächen mit Rewe und FSK Investment stand jedoch fest: 80 000 Euro müssten für die Maßnahme in den Haushalt eingestellt werden. Zustimmung sah anders aus. Man entschied sich, die Vorlage erst einmal abzusetzen.

Im Juli 2017 wurde sie schließlich um die Ergebnisse einer Verkehrszählung ergänzt. Das Ergebnis: „Eine negative Betroffenheit“ bei einer Sperrung sei als „ausgeglichen zu werten“. 1000 Fahrzeuge seien in elf Stunden gezählt worden. „Für die ortskundigen Netpher Bürger wird es schnell möglich sein, sich an die neue Situation zu gewöhnen“, schreibt die Verwaltung zur Sperrung. Die Sicherheit der Fußgänger müsse dringend verbessert werden.

Der Plan

Das Erscheinungsbild der Ortsmitte aufzuwerten ist das Ziel. Auch das angrenzende Schottergrundstück sei mittlerweile verkauft. Für die Änderungen in der Talstraße ist ein Zeitraum von fünf bis sieben Wochen angedacht – ab der zweiten Aprilwoche. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

Entfernung der Überdachung und damit einhergehend die Neuausrichtung der Entwässerung und das Verlegen von neuen Pflastern,

Anbringen von Sperrpollern im Abstand von 1,5 Metern im nördlichen und südlichen Bereich,

Montage von Fahrradständern, die die Stadt Netphen finanziert,

Neugestaltung der Fassade in rot und grau, Anbringen von Außenleuchten,

Schaffung einer Außengastronomie mit Windschutz und Blumen.

Die Stimmen

SPD, UWG und FDP sprachen sich eindeutig für die Neugestaltung aus. „Wir kommen langsam weiter“, meinte Helmut Buttler (UWG). „Mit 20 000 Euro kann ich leben“, sagte Raimund Arns (FDP). Weniger überzeugt war Helga Rock (Grüne). Sie sei zwar froh, dass sich etwas tue, doch zahlen solle dafür nur der private Investor. Ähnlich sah das Paul Legge (CDU). Während seine Partei mehrheitlich für den Plan stimme, merkte er an, dass es dort schattig sei und „nicht zum Verweilen geeignet“. Vorteile hätten nur die Investoren.

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