Anlaufstelle

Neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Borderline in Siegen

Eine neue Selbsthilfegruppe soll Menschen mit Borderline eine Anlaufstelle und Möglichkeiten zum Austausch bieten.

Foto: Martin Möller

Eine neue Selbsthilfegruppe soll Menschen mit Borderline eine Anlaufstelle und Möglichkeiten zum Austausch bieten. Foto: Martin Möller

Siegen.   Eine Betroffene möchte das Angebot gemeinsam mit der Diakonie in Südwestfalen auf die Beine stellen und sucht weitere Menschen mit der Krankheit.

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Eine neue Selbsthilfegruppe soll Menschen mit Borderline eine Anlaufstelle und Möglichkeiten zum Austausch bieten. Eine Betroffene möchte das Angebot in Zusammenarbeit mit Silke Sartor von der Selbsthilfe-Kontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen auf die Beine stellen und sucht dafür weitere Frauen und Männer mit Borderline, die ebenfalls in einer geschützten Gruppe frei über Ängste und Sorgen sprechen wollen.

Die Initiatorin: „Als ungewolltes Kind aufgewachsen, Angst vor dem Alleinsein, Partnerschaftsprobleme: Traumata vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter hinein haben im Leben von Katja S. (Name geändert) schwere Spuren hinterlassen“, schreibt die Diakonie in einer Mitteilung über die Initiatorin der Gruppe.

Die 46-Jährige habe bereits mehrere Therapien, auch stationär, hinter sich und sich mit dem Krankheitsbild intensiv auseinandergesetzt. Vom Austausch mit anderen Betroffenen erhofft sie sich neue – und gegenseitige – Impulse.

Die Krankheit: Borderline „äußert sich darin, dass Betroffene unter anderem unfähig sind, ihre Gefühle zu kontrollieren“, erläutert die Diakonie. „Sie wechseln ständig zwischen Liebe und Hass, unangenehme Situationen empfinden sie als unerträglich.“

Der Wunsch nach Ruhe und Geborgenheit könne Borderliner dazu führen, „sich selbst zu verletzten, riskant Auto zu fahren oder Drogen zu konsumieren“, heißt es weiter.

Während an Depressionen Erkrankte meist keinen Sinn in ihren Tätigkeiten sähen, niedergeschlagen und müde vom Leben seien, hätten Borderliner ein negatives Bild von sich selbst.

„Oft können die beiden Krankheiten jedoch auch gemeinsam auftreten oder aufeinander aufbauen“, so die Experten.

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