Freibad Müsen

Müsener Freibadsaison beginnt Samstag mit einer heißen Party

Der moderne Rettungsring ist ein Rescue Tube: Robin Juksaar und Jan Oliver Thomas von der Feuerwehr, Wieland Abele, Sandra Becker und Christoph Schütz

Der moderne Rettungsring ist ein Rescue Tube: Robin Juksaar und Jan Oliver Thomas von der Feuerwehr, Wieland Abele, Sandra Becker und Christoph Schütz

Foto: Steffen Schwab

Müsen.   Größtes Naturfreibad Südwestfalens ist startklar für die Saison. Betreiber ist seit 1986 der TuS. In diesem Jahr steigt wieder ein Hafenfest.

Sandra Becker dreht seit einer halben Stunde ihre Runden im Müsener Naturfreibad, dem größten Naturfreibad Südwestfalens, das nicht nur viele Müsener auch für das schönste halten. Das macht sie immer, wird sie gleich erzählen, wenn sie die 1000 Meter hinter sich hat, „ab fünf Grad“. Wassertemperatur, nicht Luft. Wieland Abele, Leiter des Freibadteams des TuS Müsen, hält das Thermometer ins Wasser. „Das dürfen Sie nicht schreiben.“ Vielleicht so viel noch: Die Zahl war zweistellig. Und Sandra Becker, sonst auch als Badeaufsicht im Einsatz, ist bekennende Kaltschwimmerin.

Das Bad

Die Saison beginnt am Samstag, 18. Mai, 19 Uhr mit der Saisoneröffnungsparty. DJ Hammer legt auf, um die 500 Gäste werden erwartet. „Eine unserer kleineren Veranstaltungen“, sagt TuS-Vorsitzender Christoph Schütz. Bürgermeister Holger Menzel wird an diesem Abend die Unterschrift unter den nächsten 10-Jahresvertrag mit dem TuS setzen, der das Bad nun schon seit 1986 betreibt. „Da war ich gerade ein Jahr alt“, stellt Christoph Schütz fest.

Fürs Bad wichtig ist das:

Die Anlage ist startklar. „Das funktioniert nur, wenn eine Mannschaft da ist, die dahintersteht“, sagt Wieland Abele, der sich auf ein Team von um die 90 Leuten verlassen kann. Auch im letzten Winter wurde gearbeitet, vor allem in der Freibadhalle: Boden, Duschen, Toiletten und Umkleiden sind neu. 80.000 Euro hat die Stadt investiert, der Verein hat noch einiges draufgelegt, für Elektrik und Belüftung. Und für den Kiosk eine neue Spülmaschine. Denn die Pommes gibt es ab sofort auf Mehrwegtellern. Nächsten Winter geht es weiter: mit Sandstrand und Beckenlift. Und im übernächsten kommt dann der Steg zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich.

Das Wasser ist drin: einmal abgelassen, von der Jugendfeuerwehr ausgespritzt und dann aufgefüllt. Im Sommer, kommt der Löschzug noch öfter, um das Wasser umzuwälzen. „Das gefällt den Gästen auch“, weiß Robin Juksaar.

Die Wiese ist gemäht. Drei Mähroboter werden ihre Kreise ziehen, je nach (Wachstums-)Wetter die ganze Nacht durch. Auf der Böschung, auf der zuletzt vom Borkenkäfer zerfressenes Gehölz stand, wird in diesem Sommer eine Blumenwiese blühen.

Die Badeaufsicht ist einsatzbereit. 30 Namen stehen auf der Liste, sieben sind neu dazugekommen. Neben dem Erste-Hilfe-Kurs übernimmt der TuS auch die Ausbildung zum Rettungsschwimmer.. Mit Erfolg haben die Müsener erstmals auch an den Schulen geworben. Der Job passt für den Sommer nach dem Abi. „Für die, die nicht nach Australien fahren“, sagt Wieland Abele.Bei Gelegenheit können Badegäste — um die 25.000 waren es im vorigen Jahr — sich von dem prominenten Triathleten Jonas Hoffmann retten lassen. Der Helberhäuser gehört seit eh und je zum Team der Badeaufsicht.

Das Programm

Am 28. Juli ist Kindelsberg-Triathlon. 111 der 200 Plätze auf der Starterliste sind schon gemeldet. Ein bisschen Sorgen macht sich Christoph Schütz um die Radfahrstrecke: Die Hauptstraße ist eine üble Buckelpiste geworden. „Von hier zur Wigrow fährt man bequemer als nach Dahlbruch zum Eisessen.“

Vor allem aber ist vom 7. bis 14. September Hafenfest, zum sechsten Mal, seit die Feuerwehr die „Muzena“ 1999 nach Müsen geholt hat. Das Feuerlöschboot ist immer noch fit für die Butterfahrten, versichert Löschzugführer Robin Juksaar. Ab „7.7., 7.77 Uhr“ können die 2000 Plätze bei den 118 Fahrten gebucht werden. „Jeden Tag ist Programm“, sagt Juksaar. „Für alle Altersgruppen“, fügt Jan Oliver Thomas hinzu, „Herz As“ aus Bayern spielen am ersten Abend im 1000-Mann-Zelt.

Sandra Becker dreht Runde um Runde. Jetzt zum Warmwerden außen ums Becken herum. Fünf Kilometer. Macht das Spaß? „Total.“

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