Singspiel

Märchenoper „Mooselfchen“: Premiere in Wasserburg Hainchen

Ingeborg Längsfeld, Franz Kringe (Ortsvorsteher Hainchen), Elena Maria Runft, Heidrun Fincks, Paul Breuer und Matthias Merzhäuser (von links).

Ingeborg Längsfeld, Franz Kringe (Ortsvorsteher Hainchen), Elena Maria Runft, Heidrun Fincks, Paul Breuer und Matthias Merzhäuser (von links).

Foto: Wolfgang Leipold

Hainchen.  Das Werk basiert auf Texten der aus Netphen stammenden Dichterin Katharina Diez. Die Philharmonie Südwestfalen wirkt mit, die Kunstschule, ...

Die Vorfreude auf den 1. September steht allen ins Gesicht geschrieben: Elena Maria Runft, der neuen Geschäftsführerin, und Dr. Ingeborg Längsfeld, der 1. Vorsitzenden des Kulturforums Netphen, Heidrun Fincks, Leiterin der Kunstschule Netphen, Matthias Merzhäuser, Leiter des Frauenchors des Gesangvereins „Einigkeit“ Herzhausen und des Projektchors „Die Elfen“. Und natürlich Paul Breuer, dem rührigen Vorsitzenden des Siegerländer Burgenvereins und damit Hausherr der Wasserburg Hainchen.

Erster Auftritt der Philharmonie in der Wasserburg

Denn an diesem Sonntag stehen dort gleich zwei Premieren ins Haus. Der erste Auftritt der Philharmonie Südwestfalen in der Wasserburg, die in letzter Zeit durch viele Veränderungsmaßnahmen zu einem wahren Schmuckstück geworden ist, und die Uraufführung der Märchenoper „Das Mooselfchen“.

Die Oper basiert auf Texten von Katharina Diez, der aus Netphen stammenden Dichterin, die später in Berlin und Düsseldorf lebte. Der Komponist Georg Haeser vertonte im Jahr 1854 dieses romantische Märchen, das mit den Worten „In einem großen, dunklen Wald…“ beginnt.

Frauenchor Herzhausen durch Projektsänger verstärkt

Das Singspiel wurde jedoch niemals aufgeführt. Nachdem Ingeborg Längsfeld das Werk in einem Schweizer Archiv entdeckt hatte, musste es erst einmal in eine lesbare Notenschrift übertragen werden, um es aufführungsreif zu machen, wie Matthias Merzhäuser, musikalischer Leiter dieses Projekts, betont. Er sieht im „Mooselfchen“ einen „musikalischen Schatz, den es nun zu präsentieren gilt.“

Und hat in der Philharmonie Südwestfalen den idealen instrumentalen Partner gefunden. Sein Frauenchor aus Herzhausen wird durch Projektsängerinnen verstärkt und erreicht mit 50 Mitwirkenden die Stärke, die dem künstlerischen Anspruch der Philharmonie gerecht wird. „Die Frauen sind richtig heiß“, weiß der erfahrene Chorleiter aus den Proben, die bisher stattgefunden haben und bis zur Aufführung noch intensiviert werden. Mit den Sopranistinnen Manuela Meyer und Karola Semrau wurden renommierte Solistinnen aus der Region engagiert.

Hohe Nachfrage nach Karten

Aber auch Kinder sind an Bord. 5- bis 7-Jährige der Kunstschule Netphen spielen die kleinen Mooselfchen, die Jugendlichen der Kunstschule erwecken weltbekannte Bilder zum Leben: So werden die Besucher der Märchenoper in der Pause etwa die „Mona Lisa“, das „Mädchen mit dem Perlenohrring“ oder Edvard Munchs „Der Schrei“ in bewegten Bildern bewundern können. Eine in Japan geborene Idee, in Amsterdam schon in Szene gesetzt – und nun in der Wasserburg Hainchen.

Die Verantwortlichen hoffen nur eins: Dass am 1. September passendes Wetter die Aufführung im wunderschönen Burggelände ermöglicht. Denn über mangelndes Zuschauerinteresse werden sie sich keine Gedanken machen müssen: Die Karten der besseren Kategorien sind schon nahezu ausverkauft.

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