Inklusion

Kreis Siegen-Wittgenstein: 151 Kinder in LWL-Einrichtungen

Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Foto: Andreas Arnold / dpa

Siegen-Wittgenstein.  Der LWL gab im Jahr 2018 134,6 Millionen Euro im Kreis aus. Mit dem Großteil werden behinderte und pflegebedürftige Menschen unterstützt.

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat 2018 rund 134,6 Millionen Euro (2017: 137,3 Millionen Euro) im Kreis Siegen-Wittgenstein ausgegeben. Der Kreis Siegen-Wittgenstein als LWL-Mitglied zahlte einen Beitrag von rund 73,1 Millionen Euro (2017: 73,6 Millionen Euro) an den Kommunalverband.

Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln. Das erklärten jetzt die in der LWL-Landschaftsversammlung vertretenen Abgeordneten aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, Thomas Helmkampf (CDU) und Michael Sittler (SPD).

Leben in eigener Wohnung

Mit dem größten Teil des Geldes unterstützte der LWL behinderte und pflegebedürftige Menschen. Insgesamt flossen 78,3 Millionen Euro (2017: 76,3 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben nach Kreis Siegen-Wittgenstein. „Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das neue Bundesteilhabegesetz fordert“, heißt es in einer Erklärung der Abgeordneten.

Zu einem normalen Leben gehöre auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden, so die Abgeordneten weiter. Der LWL fördere daher das Ambulant Betreute Wohnen als Alternative zum Leben im Wohnheim.

Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 820 (2017: 790) Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein dabei, allein oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können. 2018 zahlte der Verband im Kreis Siegen-Wittgenstein für 728 (2017: 714) Wohnheimplätze. Außerdem finanzierte der LWL 975 (2017: 998) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit wesentlicher Behinderung. Betriebe, die – gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl – zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das LWL-Inklusionsamt Arbeit im vergangenen Haushaltsjahr 2 Millionen Euro (2017: 1,9 Millionen Euro), um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren.

151 (2017: 141) Kinder mit Behinderungen aus Kreis Siegen-Wittgenstein besuchten 2018 einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 2,3 Millionen Euro (2017: 2 Millionen Euro) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 281 (2017: 256) behinderte Kinder zusammen mit Gleichaltrigen ohne Behinderung eine von 125 (2017: 114) Regel-Kindertageseinrichtungen besuchen konnten.

An Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht 2018 etwa 2,3 Millionen Euro (2017: 2,7 Millionen Euro).

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