Soziales

Kleinere Klassen für Gymnasium und Gesamtschule geplant

In der Grundschule Fellinghausen wird Inklusion bereits gelebt: Schulleiterin Monika Voß hat dem Schulausschuss in einer Führung durch das Gebäude einen Überblick gegeben.

Foto: Jennifer Wirth

In der Grundschule Fellinghausen wird Inklusion bereits gelebt: Schulleiterin Monika Voß hat dem Schulausschuss in einer Führung durch das Gebäude einen Überblick gegeben.

Kreuztal.   Ausschuss beschließt Reduzierung der Aufnahmekapazitäten an Gymnasium und Gesamtschule sowie die Fortführung der Fenstersanierung in Kreuztal.

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Einen Rundgang durch die Grundschule Fellinghausen hat der Schulausschuss vor seiner jüngsten Sitzung gemacht. Schulleiterin Monika Voß zeigte den Besuchern die Räumlichkeiten im Alt- und Neubau. „Bisher hatten wir nur sieben Klassen, jetzt sind es acht. Deshalb haben wir den Kunstraum hergerichtet“, so Voß während der Tour. Im unteren Bereich der Schule werden Räume von der Musikschule und Chören mitgenutzt, so die Schulleiterin.

Derzeit suche sie noch nach einer geeigneten Lösung für die Erste Hilfe-Ecke. Die befinde sich noch im Rektorenbüro. Sehr schön geworden sei auch die Schülerbibliothek, die von den Eltern betrieben wird. Die Politiker waren begeistert, besonders das Sofa schien Stadträtin Edelgard Blümel zu gefallen. Auch das Betreuungsangebot komme gut an, so Voß. Rund 90 Kinder würden die zwei unterschiedlichen Angebote nutzen.

„Acht oder neun Nationen haben wir in der Schule“, so Voß weiter. Das Miteinander funktioniere sehr gut – auch mit dem körperbehinderten Kind in einer der zweiten Klassen. „Alle Kinder gehen sensibel mit dem Thema um. Das ist ganz toll mit anzusehen“, erzählte Monika Voß den Politikern.

Inklusion

Das Thema Inklusion spielte auch in der anschließenden Sitzung eine Rolle. Einstimmig beschloss der Schulausschuss, wie viele Plätze für zukünftige Fünftklässler mit sonderpädagogischem Bedarf jede Schule vorhalten soll. Das Ergebnis: bis zu elf Plätze an der Clara-Schumann-Gesamtschule, bis zu zehn an der Ernst-Moritz-Arndt-Realschule, bis zu sieben Plätze an der Hauptschule Eichen und bis zu neun Stück am Städtischen Gymnasium.

Des Weiteren stimmte der Ausschuss dem Anliegen der Clara-Schumann-Gesamtschule und des Städtischen Gymnasiums zu, die Aufnahmekapazitäten der Schulen für das Schuljahr 2018/2019 zu beschränken – von 116 auf 108 Plätze. Dies sei durchführbar, sofern mindestens acht Kinder mit festgestelltem Unterstützungsbedarf in der Klasse 5 der jeweiligen Schule aufgenommen werden, so die Bedingung. Da die Kinder gemeinsam beschult werden, sei es aus pädagogischer Sicht sinnvoll, die Klassengröße zu reduzieren. An der Gesamtschule werde dieses Verfahren bereits seit drei Jahren erfolgreich durchgeführt. Philipp Krause (CDU) nutzte die Gelegenheit, um eine Anregung in Richtung der Verwaltung loszuwerden. Er wünsche sich eine Rückmeldung der Schulen, wie die Inklusion in der Praxis funktioniere und ob es Verbesserungsbedarf gebe.

Gute Schule

440 000 Euro sollen – wenn es nach dem Schulausschuss geht – für die Fortführung der Fenstersanierung des Gymnasiums und der Gesamtschule in den Haushalt 2018 eingestellt werden. Davon sollen 200 000 Euro aus dem Kreditprogramm „Gute Schule 2020“ stammen, den Rest soll die Stadt Kreuztal übernehmen. Konkret sollen die Fensterfronten in den Innenbereichen (Lichthöfe) saniert werden, nachdem die Sanierung der Nordseite mittlerweile weitestgehend abgeschlossen ist. 500 000 Euro waren für den ersten Bauabschnitt nötig, 140 000 Euro zahlte die Stadt aus eigenen Mitteln. Wenn der Rat der Fortführung zustimmt, dann sind die Maßnahmen an den Fensterflächen abgeschlossen. „Wir finden es gut, dass die Sanierung dann über die Bühne ist“, so Jochen Schreiber (SPD).

Für 2018 bleibt aus dem Kreditprogramm dann ein Restkontingent von 160 000 Euro: Dieses Geld stehe für die Finanzierung „sonstiger Maßnahmen“ bereit, „über die der Rat der Stadt Kreuztal noch entscheiden muss“, so die Vorlage.

Zudem gebe es Fortschritte was den Medienentwicklungsplan angeht: Bisher hätte es eine Fragebogenaktion und Ortsbegehungen gegeben, Bestandsaufnahmen an den Schulen wurden durchgeführt. Die Ergebnisse seien der Verwaltung mittlerweile bekannt, so dass nun Abstimmungsgespräche an der Reihe seien. Die Rede war von einem rund 300 Seiten starken Katalog, den die Verwaltung durchschauen müsse. Denn es gehe bei der Planung nicht um den Status Quo und um Perspektiven und Ziele. Der fertige Entwurf soll noch im Januar im Schulausschuss vorgestellt werden, damit er im Rat beschlossen werden kann.

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