Luftqualität

Keine Angst mehr vor Diesel-Fahrverboten in Siegen

An einem Baum in der Sandstraße ist die Dose befestigt, mit der die Stickstoffdioxidvbelastung der Luft gemessen wird.

An einem Baum in der Sandstraße ist die Dose befestigt, mit der die Stickstoffdioxidvbelastung der Luft gemessen wird.

Foto: Rene Traut/Hotspot-Foto / Rene Traut

Siegen.   Die Luft in der Siegener Sandstraße ist sauberer geworden. Die Stadt führt das auf die Ampelregelung zurück,. Jetzt fehlt nur noch ein Mikrogramm.

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Die Stadt Siegen atmet auf - in jeder Hinsicht: „Ein mögliches Diesel-Fahrverbot dürfte als unverhältnismäßige Maßnahme nicht mehr in Frage kommen“, sagt Dr. Bernhard Kraft, Leiter der Umweltabteilung, zu den am Montag veröffentlichten Messergebnissen des Umweltbundesamtes. 41 Mikrogramm Stickstoffdioxid je Kubikmeter Luft wurden 2018 als Jahresmittelwert an der Sandstraße festgestellt.

In der 70 Positionen umfassenden Liste der Städte, die 2017 den Grenzwert von 40 Mikrogramm nicht einhielten, ist Siegen nun auf Rang 57 – weiter unten kommen nur noch die Städte, die die 40er-Grenze nicht mehr überschritten haben. In den Jahren zuvor lagen die Siegener Werte bei 46, 48 und 46 Mikrogramm. Bereits wieder abgebaut wurde die zweite Messstation an der Frankfurter Straße. Seit 2016 wurden 38, 38,39 und 36 Mikrogramm gemessen.

Die positive Entwicklung der NO2-Belastung, so Dr. Bernhard Kraft, „unterstreicht aus unserer Sicht deutlich die positive Wirkung des durchgeführten Verkehrsversuchs“. Die durch die veränderte Regelung der Ampelanlagen in der Sandstraße reduzierte Verkehrsmenge habe zu der erhofften Verringerung der dortigen NO2-Belastung geführt. „Die Wirkung dieses Verkehrsversuchs unterstützt damit in starkem Maße den Effekt der übrigen Maßnahmen des Luftreinhalteplans Siegen.“

Saubere Luft auf Hohenroth

Feinstaub als weitere Ursache von Luftverschmutzung wird an der Messstation des Landesumweltamtes beim Forsthaus Hohenroth ermittelt. Dort wurde ein Jahresmittelwert von zwölf Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt. An einem Tag wurde die Konzentration von 50 Mikrogramm überschritten; die Weltgesundheitsorganisation sieht bei Überschreitungen an bis zu drei Tagen kein Risiko. Feinstaub wird bundesweit an 374 Stationen gemessen. Bei 78 Prozent, also mehr als drei Vierteln, wurden dei 50 Mikrogramm an mehr als drei Tagen überschritten.

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