Umbau

Jugend in Kreuztal: JBS wird im November 2019 neu eröffnet

Die Kreuztaler Jugendbegegnungsstätte (JBS) in der Moltkestraße wird momentan saniert. Der Anbau steht, die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Es hat sich viel getan: Bald starten die Feinarbeiten. Die Eröffnung ist für November 2019 geplant.

Die Kreuztaler Jugendbegegnungsstätte (JBS) in der Moltkestraße wird momentan saniert. Der Anbau steht, die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Es hat sich viel getan: Bald starten die Feinarbeiten. Die Eröffnung ist für November 2019 geplant.

Foto: Jennifer Wirth / WP

Kreuztal.  Die Kreuztaler Jugend kann sich auf einen modernen neuen Bau in der Moltkestraße freuen. Im November soll eröffnet werden, die Arbeiten laufen.

Helle Wände, Rundbögen, große Fenster: Die Jugendbegegnungsstätte (JBS) in der Moltkestraße ist auf den ersten Blick nicht wiederzuerkennen. Statt dunklen, leicht muffigen Räumen in gewachsenen Strukturen dominieren nun große Fenster das Gebäude. Für insgesamt rund 1,57 Millionen Euro wird die ehemalige Schule gerade aufgehübscht. Das sind etwa 359.000 Euro mehr als geplant. Warum so eine Steigerung? – Weil während der Entkernung gravierende Mängel an der Bausubstanz entdeckt wurden. „Insofern ist es gut, dass wir uns darum gekümmert haben“, sagt Bauleiter Nico Gieseler jetzt beim Baustellen-Rundgang mit Stadträtin Edelgard Blümel. Balken seien marode gewesen, Decken hätten einstürzen können.

Einen Großteil des Geldes bekommt die Stadt Kreuztal über Fördermittel gestellt, rund 400.000 Euro zahlt sie selbst. Im November möchte Nico Gieseler die JBS eröffnen. „Der Druck steigt: Jetzt habe ich es laut gesagt, dann muss es auch klappen“, witzelt er.

75 Prozent: Viele Fördermittel erhalten

Der Anbau ist fertig: grau und limettengrün hebt er sich vom alten Gebäude ab. Neue Leitungen, Fenster, Türen und LED-Lampen sind installiert. Auch Außenjalousien gibt es nun, genau wie eine ordentliche Dämmung. Die Arbeiten sind weit vorangeschritten. Dennoch gibt es einiges zu tun bis zur Eröffnung: Vinylböden in Holz- und Steinoptik müssen verlegt, Farbakzente gesetzt und alle Möbel besorgt und aufgestellt werden.

Das Bällebad kommt wirklich

Das heiß ersehnte Bällebad wird es tatsächlich geben im neuen Anbau im Erdgeschoss. In mehreren Beteiligungsrunden hatten die Jugendlichen ihr Wünsche für den neuen Treffpunkt geäußert – und die Verwaltung hat probiert, vieles davon umzusetzen. Denn: „Das Gebäude ist für die Jugendlichen. Ich hoffe, dass sie es für sich in Beschlag nehmen“, sagt Blümel. Das Ziel ist klar: Mehr Besucher, die regelmäßig vor Ort sind. Die Möglichkeiten der Nutzung seien vielfältig und das gesamte Gebäude ist nun auch dank Rampen, behindertengerechtem Bad und Aufzug barrierefrei.

Keller: Ein Tonstudio mit Bandraum gibt es im Keller. Genau wie einen zweiten Fluchtweg/Eingang, einen Abstellraum und Platz für die neue Heizungsanlage. Früher gab es Nachtspeicherheizung, nun einen Gas-Brennwertkessel kombiniert mit einem Holz-Pelletkessel. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein neues Wärmeverteilnetz und Plattenheizkörper, sagt Gieseler. Der Erweiterungstrakt und das Jugend Café (EG) wird über eine Fußbodenheizung beheizt.

Erdgeschoss: In der neuen Küche, dem Café mit Thekenbereich sowie dem angrenzenden Veranstaltungsraum mit Bühne und Billardtisch im Erdgeschoss gibt es viele Fenster, Platz und Rundbögen. Der helle Multifunktionsraum erhält schon bald eine Spiegelfront. Das alte Fischgräten-Parkett wird dort aufgearbeitet. Auch Eingangsbereich, Büro und neue Bäder gibt es auf dieser Etage, von der aus auch die neue, etwa acht Meter breite Terrasse mit Bepflanzung begehbar ist. Dafür müssen sechs Parkplätze weichen.

Obergeschoss: Im Obergeschoss entsteht eine Dachterrasse auf dem Flachdach des Anbaus. Drei weitere Räume (Ruhe, Kreativität, Technik) gibt es dort.

Aufträge in Höhe von 90.000 Euro

Damit bis zur Eröffnung alles fertig ist, arbeiten die Gewerke auf Hochtouren. „Es ist dann zwar noch nicht alles perfekt“, sagt Edelgard Blümel, aber so ein Gebäude lebe auch davon, dass Jugendliche sich einbringen. Aufträge für rund 90.000 Euro gibt es momentan zu vergeben. Das ist für die städtischen Mitarbeiter viel Arbeit. „Teilweise haben wir die Aufträge schon erteilt, der Rest kommt noch. Allein die Küche kostet 14.000 Euro“, sagt Edelgard Blümel. Es geht vor allem um Möbel und Einrichtungsgegenstände. „Die Verantwortlichen haben alles akribisch geplant und gut gearbeitet“, lobt sie das Team.

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