Hochschulsanierung

Großbaustelle AR-Campus: Modernisierung auf der Zielgeraden

In der Mensa wird noch kräftig gewerkelt: Hier entsteht die neue Essensausgabe.

In der Mensa wird noch kräftig gewerkelt: Hier entsteht die neue Essensausgabe.

Foto: Hendrik Schulz

Siegen.  Nach rund zwei Jahren Bauzeit beginnt die Universität Siegen ab Ende 2019 Stück für Stück mit der Rückkehr auf den Campus Adolf-Reichwein-Straße.

Der Kostenrahmen eingehalten, der Zeitrahmen fast: Ende des Jahres sollen nach der Modernisierung die ersten Einrichtungen der Universität Siegen wieder aus dem Interim in den Campus Adolf-Reichwein-Straße (AR) einziehen.

Zuerst im Dezember Studierende und Dozenten in die Büros und Seminarräume der Gebäudeteile H und K. In der sanierten Mensa (Trakt M) soll ab März wieder Essen ausgegeben werden, die Bibliothek (UB) soll im Lauf des Frühjahrs wieder auf dem Haardter Berg eröffnen.

Komplizierte Logistik im laufenden Betrieb

„Zwei Jahre Bauzeit sind für ein Projekt dieser Größe nicht lang“, betont Isabelle Wortmann, beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) für das Projekt verantwortlich. Die Zusammenarbeit mit Hochschule und Baufirma Züblin habe hervorragend funktioniert.

Dabei sei die Logistik sehr kompliziert – es wurde im laufenden Betrieb modernisiert, Teile vor allem der technischen Infrastruktur mussten während der Bauzeit erhalten bleiben. Auch die Interimslösungen hätten sich gut bewährt.

Komfort und Aufenthaltsqualität stehen im Fokus

200 Arbeiter aus 35 Gewerken sind derzeit am AR beschäftigt, sagt Bauleiter Wolfgang Wagner, Firma Züblin. Er ist seit 666 Arbeitstagen auf der Baustelle, „der größte Brocken war die Haustechnik“, sagt er. Denn davon hänge alles andere ab. Die Grobinstallation sei weitgehend fertig, jetzt können Steckdosen und Spiegel, Keramik und Lampen, abgehängte Decken und Kochgeräte installiert werden.

Komfort und Aufenthaltsqualität stehen in den Etagen mit Büros und Seminarräumen im Fokus – aber vor allem in der neuen Universitätsbibliothek: Die war früher sehr kompakt vollgestellt, sagt Leiter Dr. Jochen Johannsen.

Mehr als nur Tische und Stühle als Arbeitsmöglichkeit

Künftig soll es eine Vielzahl von Arbeitsmöglichkeiten geben; mehr als nur Tisch und Stuhl. „Studierende verbringen ganze Tage in der Bibliothek“, so Johannsen – mit Sesseln, Lounges, Gruppenarbeitsräumen, kommunikativen Zonen und Rückzugsorten soll die neue UB ein Ort mit Strahlkraft und Identifikationspotenzial werden.

Und das ohne mehr Fläche zu bekommen – der vorhandene Raum wurde anders aufgeteilt, so Johannsens Stellvertreterin Anja Jäger.

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