Vor allem bei klarem Wetter ist die 116 Jahre alte Konstruktion ein lohnendes Ziel am Rothaarsteig

Gillerturm sorgt für den Weitblick

Foto: WR

Natürlich ist der Vergleich ziemlich gewagt. Obwohl: Mit dem Eiffelturm gemeinsam hat er die Bauweise. Wenn es um die Höhe geht, sind 16 Meter natürlich ziemlich bescheiden. Rechnet man allerdings die Meereshöhe hinzu, dann ragt die Spitze des Gillerturms klar darüber hinaus.

Es gab eine Zeit, in der war der Bau von Aussichtstürme in Mode: Der Gilbergturm bei Eiserfeld, der Volnsberger Rabenhainturm und der Gillerturm bei Hilchenbach-Lützel – sie alle entstanden in der Zeit um 1890. Und vielleicht, weil sich das Bauen in Stahlfachwerk gerade beim Eifelturm, der 1889 fertiggestellt wurde, so schön bewährt hatte, errichtete die damals gerade erst ein Jahr alte SGV-Abteilung Hilchenbach ihren Aussichtsturm in eben dieser Bauweise. Auf dem 653 Meter hohen Giller steht er nun seit 116 Jahren und hat in dieser Zeit ungezählten Besuchern einen weiten Blick über das Land beschert. Besonders bei klarem Wetter lohnt der Aufstieg: Bis zum Goßen Feldberg im Süden kann dann das Auge schweifen; der liegt in der Luftlinie immerhin fast 90 Kilometer entfernt. Auch das Siebengebirge im Westen mit dem über 70 Kilometer entfernten Großen Ölberg ist oft gut zu erkennen. Und dem Besucher, der sich in der Region nicht so gut auskennt, verhilft der Turm im Wortsinne zu einem guten Überblick. So lohnt sich ein Aufstieg für Wanderer, die auf dem Rothaarsteig unterwegs sind, auf jeden Fall.

Nahe bei der Ginsburg und der Ginsberger Heide gelegen, ist der Aussichtsturm auch sonst ein lohnendes Ziel. Auch deshalb, weil zu seinen Füßen mehrere gepflegte Sitzgruppen Gelegenheit zu Rast und Picknick geben. Eine Feuerstelle ist allerdings nicht vorhanden; wer jedoch grillen möchte, kann allerdings problemlos die etwa 700 Meter entfernte, vom Gillerturm aus gesehen nordwestlich am Weg zur Ginsburg gelegene Grillhütte des Forstamtes nutzen.

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