Schmierereien

Farbschmierereien verunstalten Hilchenbacher Innenstadt

Die Polizei ermittelt nach den Farbschmierereien in der Hilchenbacher Stadtmitte.

Die Polizei ermittelt nach den Farbschmierereien in der Hilchenbacher Stadtmitte.

Foto: Andreas Buck / Andreas Buck / FUNKE Foto Services

Hilchenbach.  Die Polizei sucht nach Zeugen, die auf die Spur der Täter führen können, die in Hilchenbach das Rathaus und andere Hauswände verunstaltet haben

In Hilchenbach ist es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 13. Februar, zu Farbschmierereien gekommen. „Bislang unbekannte Schmierfinken“, so die Polizei, verunstalteten das Rathaus am Markt sowie Hauswände in der Dammstraße und der Rothenberger Straße. Der entstandene Schaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf mehrere hundert Euro.

Auf Farbschmierereien hatten in den letzten Tagen wiederholt Kommunalpolitiker in Ausschusssitzungen hingewiesen – zumal es durchweg um rechtsextremistische Inhalte geht. Im Sozialausschuss hatte Sascha Rötz vom städtischen Kinder- und Jugendbüro auf Nachfrage verneint, dass es in Hilchenbach einen Schwerpunkt rechtsextremistischer Aktivitäten gebe.

Jugendarbeit und Ordnungsbehörde sind aktiv

Rötz leitet das Projekt „Legalize Freundeskreis“, das vom Jugendförderverein Push getragen wird. Darin geht es darum, gefährdete Jugendliche vor dem Absturz in gefährliche Milieus zu bewahren und, wie es in seinem Bericht heißt, „riskante Entwicklungen zu vermeiden“. Dazu wurde ein „Runder Tisch Präventive Jugendarbeit“ eingerichtet, an dem Schule, Beratungsstellen, Polizei und Ordnungsbehörde beteiligt sind. „Polizei und Ordnungsbehörde sehen Bedarf im Ausbau der Präsenz für die Bevölkerung“, heißt es in dem Bericht. Aber auch: „Präventive Jugendarbeit steht in engem Zusammenhang mit dem Thema Demokratie- und Toleranzförderung.“

Im letzten Sommer hatten Anwohner und Besucher der Gerichtswiese zwischen Rathaus und Wilhelmsburg sich über die Szene beklagt, die sich dort etabliert – Erwachsene sowie Eltern mit kleinen Kinder fühlten sich von den Jugendlichen belästigt. Als Streetworker hat Sascha Rötz Kontakt mit den jungen Leuten aufgenommen. Zugleich hat die städtische Ordnungsbehörde aber auch mehrfach Platzverweise und Hausverbote ausgesprochen.

Die Kriminalpolizei in Kreuztal hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter Tel. 02732/909-0

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