Wissenschaft

Experimente bei den 6. MINT-Mitmachtagen in Siegen

Die Nachwuchsforscher Emily, Joel, Bastian und Sophie erkunden bei den MINT-Mitmachtagen die Welt der Biologie (von links).

Die Nachwuchsforscher Emily, Joel, Bastian und Sophie erkunden bei den MINT-Mitmachtagen die Welt der Biologie (von links).

Foto: Sophie Beckmann

Siegen.  Küken schlüpfen aus dem Ei, Codes werden entschlüsselt und springende Frösche aus Lego hüpfen über den Tisch. Die Mitmachtage sind gestartet.

Wenn Kinder in Siegens Mitte Frösche aus Lego-Steinen basteln und Cäsar-Scheiben zum Verschlüsseln von Codes erstellen, ist es wieder soweit: Die MINT-Mitmachtage starten. Noch zwei Tage lang experimentieren Kinder und Jugendliche vor dem Kreishaus. In zehn Zelten gibt es 13 verschiedenen Stationen – und viel Neues zu entdecken.

„Mit ein bisschen Glück schlüpft heute sogar ein Küken“, erklärt Rebecca Winkler vom Regionalen Bildungsbüro am Starttag. In Zelt zehn können die kleinen Forscher den Prozess „Vom Ei zum Küken“ beobachten. Begeisterung macht sich auch bei einer Gruppe Kindergartenkinder im Nachbarzelt breit. „Wir machen selber Regen“, erklärt die fünfjährige Julia. „Darf ich jetzt mal?“, fragt ein anderer ungeduldig.

„M“ für Mathematik

Matheschokolade ist im Zelt sieben Thema. Aus einer Schokoladentafel trennen die Kinder ein Stück heraus – die Tafel bleibt aber so groß wie zuvor. Zauberkunst? Nein, reine Mathematik. Das räumliche Denken wird gefördert – auf köstliche Art und Weise. Ein Stückchen weiter mischen Kinder Wasser und Maisstärke zusammen. Es entsteht eine wabbelige Masse, die bei Druck ihre Konsistenz ändert. Das testen die Kleinen mit nackten Füßen: Sie stellen sich mutig auf die Masse und stampfen. Bei viel Druck passiert nichts. Wer sich nicht bewegt, geht unter. Ein riesiger Spaß.

„I“ für Informatik

Informatik steht auch auf dem Programm. Sechsjährige Grundschüler basteln ein Zelt weiter Cäsar-Scheiben zusammen. Jede besteht aus zwei Teilen: eine große Scheibe mit Buchstaben und Zahlen unten und eine kleinere mit einen Guckloch oben. „Mit denen kann man Codes entschlüsseln oder verschlüsseln“, sagt Schüler Henner und macht sich ans Werk. Und auch mit Lego-Steinen kann experimentiert werden: „Wir bauen einen Frosch, der am Ende hüpfen kann“, sagt Jeremy aus der dritten Klasse. https://www.wp.de/staedte/siegerland/forscher-der-uni-siegen-entwickeln-schulbuch-der-zukunft-id226899457.html

„N“ für Naturwissenschaften

Nachwuchsbiologen tragen Kittel und schauen durch ihre Mikroskope auf Pflanzen und kleine Tiere. Spannend. Die neunjährige Leonie ist sich sicher: „Mir macht das Spaß. Ich kann mir vorstellen, das später zu machen.“

„T“ für Technik

Technik darf als Fach bei den MINT-Mitmachtagen nicht fehlen. An der ersten Station steht Technisches Werken mit Holz auf dem Programm. Die Schüler bohren und sägen fleißig. „Wir bauen ein Boot“, sagt die neunjährige Mila, während sie die letzten Feinschliffe an ihrem Holzstück vornimmt.

Veranstaltet werden die Mitmachtage vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises und dem Zentrum Regionalinitiative Siegen-Wittgenstein. Kinder von vier bis 14 Jahren dürfen kostenlos mitmachen. Pro Tag gib es drei Durchgänge für Kitas und Schulen, die in verschiedene Zeitslots aufgeteilt sind. https://www.wp.de/staedte/siegerland/neue-naturwissenschaftsraeume-fuer-siegner-gymnasium-id216391669.html Ein Highlight auf das sich Björn Hendel, Dozent an der Universität Siegen, freut: im Kreishausfoyer gibt es wieder eine Miniphänomenta zu sehen. Auch über den leidenschaftlichen Einsatz der Teilnehmer ist er froh. „Die wichtigsten Akteure sind die kleinen Menschen.“ Die Mitmachtage finden dieses Jahr zum sechsten Mal statt und dauern noch bis Donnerstag, 19. September.

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