Blaulicht

Ermittlungen zur Massenschlägerei in Siegen dauern an

Die Ermittlungen bezüglich der Massenschlägerei in Siegen sind noch nicht abgeschlossen.

Die Ermittlungen bezüglich der Massenschlägerei in Siegen sind noch nicht abgeschlossen.

Foto: Kerstin Kokoska

Siegen.   Stadt und Polizei bemühen sich um Lösungen nach den Vorfällen am Bahnhof. Das Sicherheitsgefühl der Bürger soll wieder gestärkt werden.

Nach der Massenschlägerei auf dem Bahnhofsvorplatz am 17. Januar laufen außer den polizeilichen Ermittlungen auch Bemühungen innerhalb der Stadtverwaltung Siegen. An der Auseinandersetzung waren nach Polizeiangaben 20 bis 30 „Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund“ beteiligt. Die Beamten waren mit zehn Streifenwagen im Einsatz.

„Die beteiligten jungen Menschen stammen vorwiegend aus Syrien. Ihre Motive zu den Auseinandersetzungen am 16. und 17. Januar waren im Großen und Ganzen jugendtypisch“, so die Verwaltung in einer „mit der Kreispolizeibehörde abgestimmten Antwort unseres Jugendamts sowie der städtischen Ordnungsbehörde“. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge seien in die Schlägerei nicht verwickelt gewesen.

Verschiedene Möglichkeiten nutzen

Das gemeinsame Vorgehen der offiziellen Stellen sei bereits erprobt. Es gebe „sowohl grundsätzlich wie auch hinsichtlich einzelner Vorkommnisse, Lagebeurteilungen oder Veranstaltungen eine gute Kooperation und eine enge Abstimmung zwischen der Kreispolizeibehörde und der Stadtverwaltung Siegen mit den verschiedenen Abteilungen insbesondere im Bereich Ordnungsamt, Jugend und Soziales“, heißt es weiter.

Ein entsprechender Informationsaustausch habe auch bezüglich der Vorkommnisse auf dem Bahnhofsvorplatz stattgefunden. „Insofern Daten zur Staatsangehörigkeit und dem ausländerrechtlichen Status vorliegen und den jeweiligen Behörden ... der Zugriff hierauf möglich ist, sind diese in den Austausch einbezogen worden“, so die Ausführungen. Dies erfolge „unter Beachtung der Vorgaben für strafrechtliche Ermittlungen sowie dem Austausch über personenbezogene Daten“. Unabhängig von den polizeilichen Untersuchungen und den „sich daraus möglicherweise ergebenden Sanktionen werden alle Möglichkeiten und Zugänge genutzt, um auf die Beteiligten einzuwirken“.

Derzeit werde außerdem das Sicherheitskonzept über- und bearbeitet. „Es bezieht sich sowohl auf theoretische wie tatsächliche Szenarien im Hinblick auf die derzeitigen Gegebenheiten in der Stadt Siegen“, so die Verwaltung. Die Forderung nach einem solchen Konzept ist innerhalb des vergangenen Jahres mehrfach in der Politik laut geworden, nachdem es in der Innenstadt zu Problemen gekommen war.

Vor allem Pöbeleien und Sachbeschädigungen durch eine Gruppe Jugendlicher im Bereich Siegcarré im Frühjahr störten das Sicherheitsgefühl vieler Anlieger und Bürger, ebenso die Gegebenheiten, die am 24. Mai zu einer groß angelegten Drogenrazzia am Kunstweg führten. „Die städtische Ordnungsbehörde unternimmt erhebliche Anstrengungen, um dem Bedürfnis von Bewohnern wie Besuchern nach Sicherheit Rechnung zu tragen und das Sicherheitsgefühl zu stärken“, betont die Stadt.

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