Glauben

Eine eigene Kirche für den Siegener Westen

1968 steht der Rohbau der Auferstehungskirche auf dem Wurmbergsköppel. Der Kreuztaler Architekt Manfred Arlt hat das Gebäude geplant.

1968 steht der Rohbau der Auferstehungskirche auf dem Wurmbergsköppel. Der Kreuztaler Architekt Manfred Arlt hat das Gebäude geplant.

Foto: Privat

Trupbach.   Die evangelische Gemeinde Trupbach-Seelbach feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Blick in eine ereignisreiche Vergangenheit.

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Die evangelische Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach feiert ihr 50-jähriges Gemeinde- und Kirchenjubiläum. Mit der Einweihung der Auferstehungskirche auf dem Wurmbergsköppel in Trupbach am 17. März 1969 bekam die knapp drei Jahre zuvor bei der Teilung der Kirchengemeinde Siegen entstandene Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach ihr eigenes Gotteshaus.

Die Planungen des damaligen Pfarrbezirks für ein eigenes Kirchengebäude mit Kindergarten und Küsterwohnhaus gehen zurück bis in das Jahr 1960. Nachdem sich die Haubergsgenossenschaft Trupbach 1963 bereit erklärt hatte, der Kirchengemeinde ein Grundstück für den Kirchenneubau zu schenken, wurde ein Bauausschuss gegründet und damit begonnen, Spendengelder zu sammeln.

Im Sommer 1964 schrieb die Siegener Kirchengemeinde einen Architektenwettbewerb aus.

Der Vorschlag von Prof. Erwin Rohrberg aus Stuttgart fand die größte Zustimmung, war jedoch zu teuer, sodass das Bauprojekt fürs erste auf Eis gelegt wurde. Als im Herbst 1966 die bisherigen Pfarrbezirke der Kirchengemeinde Siegen in sechs selbstständige Einzelgemeinden aufgeteilt wurden, machte sich die Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach mit ihrem neuen Presbyterium unter Leitung von Pfarrer Heinrich Irle erneut an die Umsetzung des bereits vorgeplanten Kirchenneubaus auf dem Wurmbergsköppel. Der im Juli 1967 vom Architekten Manfred Arlt aus Buschhütten vorgelegte neue Entwurf wurde in anderthalb Jahren Bauzeit realisiert.

Am 31. Oktober desselben Jahres fand die Grundsteinlegung der Auferstehungskirche statt. In der eingemauerten Urkunde heißt es unter anderem: „Wir bitten Gott um seinen Segen für das Haus, das wir zu seiner Ehre errichten. Möge allezeit die Botschaft von der Auferstehung Christi, die das Fundament unseres Glaubens an Jesus Christus ist, darin gepredigt und gehört werden.“

Gemeinde baut weiter

Im März 1969 weihte Oberkirchenrat Schmitz aus Bielefeld unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Auferstehungskirche ein. Mit den Jahren kamen weitere Gebäude hinzu. 1976 baute die Kirche in der Seelbacher Lilienstraße ein Gemeindehaus, das 1996 durch einen Saalanbau erweitert wurde. Hier fanden von nun an auch zusätzliche Gottesdienste statt. 2003 verkaufte die Gemeinde das Pfarrhaus am Seelbacher Weg und baute ein neues Pfarrhaus auf dem Kirchenvorplatz. 2014 wurde die Auferstehungskirche an der Nordseite um weitere Räume für die Kindergottesdienstgruppen – die Mini-, Midi- und Maxi-Kids – erweitert.

Partner in Rumänien

„Unser Glaube gründet sich auf die Bibel. Gott redet durch die gesamte Bibel zu uns. Deshalb sind wir eine bibeltreue Gemeinde“, heißt es im Leitbild der Kirchengemeinde. Zu den Aktivitäten der Gemeinde gehören der alljährliche Frauentag, Seniorenkaffees, Gemeindefreizeiten, eine Kinderferienwoche in den Sommerferien, ein Sommerfest, der über zehn Abende ab Mitte Januar laufende Alpha-Glaubenskurs, Konzerte, eine wöchentliche Bibelstunde, Hauskreise, Männertreffs und eine Krabbelgruppe.

Seit 1976 unterstützt die Gemeinde zudem tatkräftig den deutschen Zweig der Schweizer Indianermission „SIM“ – heute Indicamino. Auch entwickelte sie eine gute Beziehung zur evangelischen Kirchengemeinde in Oradea in Rumänien, die bis heute gepflegt wird.

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