Soziales

Dringend Ausbilder für Erste-Hilfe-Kurse gesucht

Immer mehr Menschen werden von den Maltesern zu Ersthelfern ausgebildet.

Foto: Jens Schulze

Immer mehr Menschen werden von den Maltesern zu Ersthelfern ausgebildet. Foto: Jens Schulze

Siegen-Wittgenstein.   Es gibt besonderen Bedarf in Siegen: Die Ausbildung bei den Maltesern dauert sechs Wochenenden.

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Die Erste-Hilfe-Ausbildungen der Malteser brummen – auch in der Erzdiözese Paderborn, von Höxter bis Herne und von Minden bis Siegen. Immer mehr Menschen werden von den Maltesern zu Ersthelfern ausgebildet. Eine positive Entwicklung, die jedoch ein Problem birgt: Aktuell suche man bei den Maltesern dringend nach Ausbildern für die Kurse. Besonderer Bedarf bestehe in Siegen.

Das Problem

„Wir brauchen viel mehr Menschen, die andere Menschen rund um das Thema Erste Hilfe ausbilden möchten, weil die Nachfrage sehr hoch ist“, sagt Karina Wächter, Ausbildungsleiterin der Malteser im Erzbistum Paderborn.

Rund 22 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten im vergangenen Jahr die Erste-Hilfe-Kurse in Paderborn. Insgesamt 1900 Kurse wurden von den Ausbilderinnen und Ausbildern der Malteser durchgeführt. „Im Vergleich zu 2016 sind unsere Zahlen auf sehr hohem Niveau stabil geblieben“, beschreibt Karina Wächter die Situation. „Wir planen, unsere Angebote deutlich auszuweiten“, kündigt sie für dieses Jahr an. Um dieses Ziel zu erreichen, wolle man weitere Ausbilder gewinnen und qualifizieren. Grundsätzlich würden Ausbilder überall dort gesucht, wo Malteser Erste-Hilfe-Kurse anbieten. „Besonderer Bedarf besteht aktuell unter anderem in Siegen“, betont Karina Wächter.

Die Ausbildung

Als Ausbilder sollte man „einfach Spaß daran haben, anderen Menschen etwas beizubringen“, sagt Karina Wächter. „Interessierte bekommen von uns alles notwendige Fachwissen beigebracht.“ Als Ausbilder für die Erste-Hilfe-Kurse leiste man einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft. Für diesen Dienst werden die Teilnehmer auch vergütet, sagt die Ausbildungsleiterin. Zusätzlich könne man auch persönlich viel aus dieser Tätigkeit ziehen, so Karina Wächter weiter. „Die Mehrzahl aller Notsituationen, in denen Erste Hilfe gefragt ist, geschieht in den eigenen vier Wänden.“ Betroffene seien dann beispielsweise Familienangehörige oder Bekannte. Durch die Qualifizierung zum Ausbilder bleibe man fit in der Erstversorgung und könne im Ernstfall das Wissen schnell abrufen – und handeln.

Die „Ausbildung zum Ausbilder“ sei auf sechs Wochenenden festgelegt und beginnt mit einem Erste-Hilfe-Kurs, auf den mehrere Module zum medizinischen Fachwissen folgen. Auch verschiedene Seminare in den Bildungszentren der Malteser stehen auf dem Ausbildungsprogramm – zum Beispiel im Malteser Bildungszentrum Westfalen in Dortmund, der früheren „Malteserschule“.

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