Fußballfan

Dreis-Tiefenbacher hegt und pflegt seinen BVB-Garten

Caspar, der Westie, ist für Arnold Engel die Nummer 1: Der Westhighland-Terrier fehlt auf keinem Foto mit den BVB-Garten.

Caspar, der Westie, ist für Arnold Engel die Nummer 1: Der Westhighland-Terrier fehlt auf keinem Foto mit den BVB-Garten.

Foto: Steffen Schwab

Dreis-Tiefenbach.  Arnold Engel ist Fan der Dortmunder Borussia. Der 79-jährige Dreis-Tiefenbacher hat seinen Garten zum Paradies in Schwarz und Gelb gemacht.

Bei Siegtal Pur wurde der Garten hinter der Bruchstraße unversehens wieder zur Attraktion – Arnold Engel hat sich gefreut und die vielen unangemeldeten Besucher sogar bewirtet. Das Farbenspiel ist der Blickfang zwischen den Begonien und Geranien, Fuchsien und Fleißigen Lieschen: schwarz und gelb. Der „Hubschrauberlandeplatz“, wie der 79-Jährige die große Fläche mit dem Logo der Dortmunder Borussia nennt. Die Windmühle. Die Gießkanne, die an die Meisterschaft 2010/11 erinnert. Jeder einzelne der 2000 Rand- und Trittsteine, die Engel gerade alle einzeln sauber geputzt hat. Hier wohnt ein Fan.

Grüße von Watzke

Das weiß auch Hans-Joachim Watzke, der BVB-Geschäftsführer. Er hat sich mit einem druckfrischen BVB-Poster bedankt, und mit „herzlichen schwarz-gelben Grüßen“. „Das Foto mit dem Garten hat er auf dem Schreibtisch stehen“, weiß Arnold Engel – abgebildet war das auf einer Zeitungsseite mit einem Interview.

1957, sagt er, sei er Fan geworden – eigentlich zufällig, weil ein Freund eine Verbindung nach Dortmund hatte. „Da bin ich auch in die Lehre gekommen und hatte ein bisschen Geld.“ Was er auch brauchte, um nicht nur die Heimspiele, sondern auch die internationalen Begegnungen zu sehen. Nach Barcelona und Madrid folgte er den Borussen, und nach Rom. Dort war der aus Weidenau stammende Bischof Josef Clemens behilflich: „Er hat uns Logis besorgt.“

Selbst gespielt hat Arnold Engel beim SV Dreis-Tiefenbach. „Außer Torwart alles, meistens rechtsaußen, als ich noch schneller war.“ Mit 31 hat er aufgehört, noch ein bisschen bei den Alten Herren gekickt, und dann hat der gelernte Betriebsbuchhalter, der bei Kölsch Fölzer arbeitete, noch viele Jahre dem Verein als Geschäftsführer gedient.

Die Geschichte mit dem Garten begann 1973. Engel hatte sich entschieden, mit seiner jungen Familie im elterlichen Haus zu bleiben – nur die Landwirtschaft wollte er nicht weiterführen. Auf den 800 Quadratmetern entstand der BVB-Garten -- am Anfang, als die Sträucher noch nicht so dicht waren und die Zypresse noch nicht über 20 Meter hoch gewachsen war, vier Mal so viele Pflanzen wie heute: „Da konnte ich mir jedes Mal einen Lkw mieten.“

Den besten Blick aufs Gartenparadies hat man vom Freisitz mit Kamin und Grill, den Arnold Engel nach einem Brand 2009 wieder neu aufbauen ließ – und den er gern mit Gästen teilt. Einmal in der Woche zum Kartenspielen mit den Fußballern von früher. Und zum Fußballgucken. Der BVB-Garten hat natürlich Fernsehanschluss.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben