Technikmuseum

Dieselwalze aus dem Jahr 1929 restauriert

Foto: WR

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Eine seltene Dieselwalze aus dem Jahr 1929 gehört jetzt zum Bestand des Technikmuseums Freudenberg.

80 Jahre hat sie auf dem Buckel. Zwölf Tonnen Gesamtgewicht bringt sie auf die Waage: Eine seltene Dieselwalze ist die neueste Errungenschaft des Freudenberger Technikmuseums. Das heißt, so wie sie sich erstmals am morgigen Sonntag den Besuchern präsentiert, kam sie vor vier Jahren nicht im Siegerland an.

Die gute alte Baumaschine, die 1929 bei KraussMaffei in München gebaut wurde, hatte seit 1930 in der Schweiz Straßen gewalzt. Wie viele Jahre, das lässt sich nicht mehr sagen. Ein Sammler in Graubünden zählte sie zu seinem Eigentum, bis sie 1991 an die Herstellerfirma zurückging und für das Werksmuseum restauriert werden sollte. Doch 1999 wurde Krauss-Maffei verkauft, und niemand interessierte sich mehr für diese seinerzeit hochmoderne Dieselwalze, von der nur 307 gebaut wurden. Außer in Freudenberg gibt es irgendwo noch ein Exemplar.

2005 bekamen die Freunde historischer Fahrzeuge in Freudenberg Kenntnis von der Walze und erhielten sie von ihrem Besitzer gegen eine Spendenbescheinigung, wie Hans-Jürgen Klappert vom Vorstand des Trägervereins bei der Vorstellung der Maschine im Technikmuseum berichtete. Mit Hilfe zahlreicher Unterstützer, der Lehrwerkstatt von SMS in Dahlbruch und ABM-Kräften des katholischen Jugendwerks „Förderband” wurde der gewichtige Oldtimer in den vergangenen zwei Jahren wiederaufgebaut.

Drei Zylinder und 30 PS bringt der Motor auf die Straße. Es gibt drei Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge. Die Vorderräder wiegen zusammen drei, die Hinterräder viereinhalb Tonnen. Zu fast 99 Prozent ist die Maschine dieselbe, die vor 80 Jahren in München gebaut wurde. Nur der Kühler und einige zerbrochene Teile mussten ersetzt werden. Die zuletzt gelbe Lackierung wurde durch ein sattes Grün ersetzt; die Räder erhielten einen roten Anstrich. Die Walze ist zwar voll funktionsfähig, aber im „Ruhestand”: Sie wird nur noch zu Schauzwecken bewegt.

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