Messe

Die Zeit der „Sila“ ist nun vorbei

Detlef Könitz, Ausstellungleiter Sila 08

Detlef Könitz, Ausstellungleiter Sila 08

Foto: WR

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Siegen.Die Siegerlandausstellung „Sila“ wird es nicht mehr geben. Nachdem 2008 nur noch 25 000 Besucher zu der 25. Auflage der Verbrauchermesse in die Siegerlandhalle kamen, sollte die alle zwei Jahre stattfindende Messe neu konzipiert werden.

Vier Jahre Zeit hatte der Veranstalter Detlef Könitz dafür – denn 2010 wurde die Sila durch die Wirtschaftsmesse am NRW-Tag ersetzt. Während es 2008 noch hieß, dass einige Veränderungen reichen würden, steht nun fest: So geht es nicht mehr weiter.

„Es wird nun eine Mischung aus der beim NRW-Tag erfolgreichen Wirtschaftsmesse und den besten Bestandteilen der Sila sein“, sagt Könitz.

Schwerpunkte Bauen und Energiesparen

Stände zu den Themen Bauen und Energiesparen hätten oft etwa 60 Prozent des Sila-Platzes eingenommen. Darauf wolle man weiterhin setzen, ebenso auf Unterhaltung. Ob das neue Konzept auf die Halle begrenzt sein wird, oder auch die rund 3000 qm Freifläche nutzt, könne er noch nicht sagen. Die Wirtschaftsmesse habe gezeigt, dass die Halle ausreiche, aber gleichzeitig seien die Angebote zum Thema Bauen auf dem Freigelände sehr gut angekommen. Im Frühjahr muss Könitz der Stadt Siegen – als Hallenbetreiber – ein Konzept vorlegen. Eine wichtige Neuerung: Der Eintritt für die Besucher soll frei sein – das hätte eine Ausstellerbefragung bei der Wirtschaftsmesse belegt. Das Angebot wird sich wohl auf drei Tage beschränken, früher waren es bis zu neun.

Die Änderungen sind vor allem aus einem Grund nötig: „Die Zeit der Endverbrauchermessen geht zu Ende.“ Es gebe in vielen Städten ein Überangebot an Unterhaltung.

Besucherzahlen
seit 1996 halbiert

„Die Menschen brauchen so eine Schau nicht mehr.“ Die Besucherzahlen der vergangenen Jahre belegen das. 1996 richtete Könitz seine erste Sila mit über 50 000 Besuchern aus. Zuletzt kam nicht ganz die Hälfte. Ähnlich sei es mit Ausstellern. 1996 verteilten sich weit über 200 auf die Halle und die großen Zelte ringsum. 2008 waren es nur noch etwa 150 auf der Hallenfläche.

Im selben Jahr beklagten sich die Aussteller über zu wenig Abwechslung im Angebot, hohe Standmieten und zu wenig Gäste – sie gaben den Eintrittspreisen die Schuld.

„So eine Messe ist immer noch wichtig für uns, aber sie musste überarbeitet werden“, sagt auch Heike Achenbach von der Siegerlandhalle. Fachmessen sind nun im Trend. Erstmals öffnete die Sila 1962, damals noch als „Leistungsschau der Region“.

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