Konzert

Café Basico: Liisa Wahler und ihre Schüler lassen es krachen

Girl Power! Liisa Wahler und drei ihrer Schülerinnen überzeugen stimmlich und optisch als „Spice Girls“ - Retro-Styling inklusive.

Girl Power! Liisa Wahler und drei ihrer Schülerinnen überzeugen stimmlich und optisch als „Spice Girls“ - Retro-Styling inklusive.

Foto: Wolfgang Leipold

Kreuztal.   Schüler des Vocal Studios Liisa Wahler geben im Café Basico ein Konzert mit enormer Bandbreite: von Rock über Dancefloor zu Filmmusik und Jazz.

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Es ist bereits das achte Konzert, das die renommierte Siegener Gesangslehrerin Liisa Wahler mit ihren Schülerinnen und Schülern veranstaltet. Sie hat dem Abend die Überschrift „Don’t worry“, also „Sorge dich nicht“, gegeben und erklärt gleich zum Auftakt den Grund: „Dies ist keine Casting-Show, kein Wettkampf, sondern die Präsentation unterschiedlicher Stimmen. Alle sollen Erfahrung sammeln und Spaß haben dürfen.“

Und musikalisch unterstreicht Liisa Wahler das sehr eindrucksvoll, indem sie höchstpersönlich mit „Don’t worry“ den Konzertabend eröffnet. Doch dann sind ihre Schülerinnen und Schüler an der Reihe und den Zuhörern im fast ausverkauften Café Basico bietet sich für zwei Stunden ein riesiges Spektrum an Musik: Von Rock und Pop über Soul und Dancefloor bis zu Filmmusik, Soul und Jazz.

Für manche ist’s der erste Auftritt

Und die Zuhörer werden zu Beobachtern, wenn von der Schülerin bis zum gestandenen Mann, von der Mathematik-Studentin über die Physio-Therapeutin zur IT-Spezialistin, vom Krankenhaus-Controller bis zum Diplom-Psychologen alle für einige Minuten im Rampenlicht des Basico stehen. Wenige ganz cool, andere spürbar aufgeregt, manche zum allerersten Mal und auch einige, denen man die Bühnenerfahrung anmerkt.

Etwa Katja Kraas-Naundorf, die den einzigen Titel des Abends interpretiert, der aus der eigenen Feder stammt. Oder Dominik Sahm, seit 20 Jahren Schlagzeuger und erst seit zwei Jahren Sänger, der mit seiner fulminanten Interpretation von Ed Sheerans „Galway Girl“ den Saal zum Kochen bringt.

Tiefe Gefühle und viel Humor

Andere wiederum widmen ihren Auftritt wichtigen Personen ihres Lebens: Dem Ehemann, den Eltern und Großeltern, die den Gesangsunterricht unterstützen, oder, mit einem Gospel, einfach Gott. Auch schauspielerische Talente sind dabei, wie Sarah Stahl mit ihrem Song aus dem Musical „Adams Family“. Und eine gute Portion Humor: Wenn Melli Mais, Madita Simon, Nadine Völkel und Liisa Wahler als Spice Girls auftreten oder Joi Dreisbach mit behaarten Männerbeinen als überlebensgroße Tina Turner seine Partnerin Steffi Weiß alias Bryan Adams beim Ohrwurm „It’s only Love“ begleitet. Und zum Mitschnipsen: Sonja Gerbershagens federleichte Version des Klassikers „Cheek to Cheek“ der Swing-Größen Fred Astaire und Ella Fitzgerald.

Abgerundet wird der an Abwechslungen überreiche Abend durch Birgit Tiller, die mit dem Bill-Withers-Song „Just the two of us“ begeistert und charmant-informativ durch das Programm führt. Das endet mit einem Finale, das man sich nicht besser hätte ausdenken können: Robbie Williams Mega-Hit „Angels“ mit allen Sängerinnen und Sängern und stehenden Ovationen des Publikums, das sich sicher ist, an diesem Abend manches vokale Talent erlebt zu haben.

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