Nahverkehrsplan

Busse im Südsiegerland und Wittgenstein auch nicht im Plan

Die VWS haben seit 2018 erstmals die Konzession für alle drei Siegen-Wittgensteiner Linienbündel.

Die VWS haben seit 2018 erstmals die Konzession für alle drei Siegen-Wittgensteiner Linienbündel.

Foto: Hendrik Schulz

Siegen-Wittgenstein.   Auch in den Linienbündeln Süd und Ost fahren die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd VWS nur mit einer „einstweiligen Erlaubnis“

In keinem der drei Siegen-Wittgensteiner Buslinienbündel werden derzeit die Bedingungen des Nahverkehrsplans erfüllt. Das geht aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung im Verkehrsausschuss hervor. Auch in den Bereichen Süd (Burbach, Neunkirchen, Wilnsdorf) und Ost (Wittgenstein) fahren die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) nur mit „einstweiligen Erlaubnissen“; die VWS haben seit 2018 erstmals auch für diese Gebiete die Konzessionen für alle Linien.

In Wittgenstein erschwert die Insolvenz eines Betriebes den Einsatz der Taxibusse. „Das ist in Wittgenstein nicht so einfach, weil es dort nicht so viele Taxiunternehmen gibt“, erklärt Reinhard Kämpfer, Leiter des Amtes für Beteiligungen. Die Aufnahme des Betriebs nach den Vorgaben des Nahverkehrsplans soll nun auf den 15. Dezember 2019 verschoben werden.

Schwebendes Verfahren für Kernraum

Im Kernraum mit Siegen, Kreuztal, Hilchenbach, Netphen und Freudenberg schwebt das Verfahren, weil VWS, Bezirksregierung und das unterlegene Unternehmen BSO Rechtsmittel gegen die Aufhebung der Konzessionen durch das Verwaltungsgericht einlegen. Der Kreis unterstütze die VWS „bei der Erarbeitung eines verlässlichen Betriebskonzeptes“, heißt es von der Verwaltung. Derzeit fallen an jedem Werktag im Schnitt 130 von 2600 Verbindungen aus, das sind fünf Prozent des Fahrplanangebotes.

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