Beißender Gestank im Littfetal

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Kreuztal.  Die Geruchsbelästigung im Littfetal beschäftigte am Donnerstagabend den Rat der Stadt Kreuztal. Die CDU-Fraktion hatte den Antrag gestellt, die Verursacher aufzufordern, „umgehend und dauerhaft Abhilfe zu schaffen“. Wobei niemand mit Namen genannt wurde. Denn es sollte auf jeden Fall vermieden werden, vor einer abschließenden Untersuchung bestimmte Unternehmen damit in Verbindung zu bringen.

Atemwege-Reizung und Übelkeit

16 Mal haben sich Bürger aus Krombach, Eichen und Stendenbach in diesem Jahr schon an die Verwaltung gewandt, um einen „chemischen Geruch“ zu melden, der meistens früh am Morgen oder abends aufgetreten ist. Wie es in der Antwort der Verwaltung heißt, kam es in einem Fall sogar zu einem Polizeieinsatz. Voriges Jahr gingen auch schon 14 Meldungen aus der Bevölkerung ein. Da habe es Tage lang „ununterbrochen“ die Geruchsbelästigungen gegeben, die zwischen Littfeld und Eichen wahrnehmbar waren. Insgesamt, so CDU-Fraktionschef Arne Siebel, dauere dieser Zustand seit zehn Jahren an.

Die Rede ist weniger von organischen Gerüchen, die der Kanalisation entweichen könnten, als vielmehr von chemischen Gerüchen, die als „beißend“ bezeichnet werden. So befürchteten Bürger, die davon betroffen waren, sogar gesundheitsschädliche Beeinträchtigungen. Im CDU-Antrag wurde darauf hingewiesen, dass „Übelkeit und Reizungen der Atemwege“ aufgetreten seien. Dies bedeute eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität, weshalb die CDU eine Untersuchung beantragt.

Gemeldet wurden die Geruchsbelästigungen von der Stadt unverzüglich an den Kreis und die Bezirksregierung, teilte Bürgermeister Walter Kiß (SPD) mit. Doch lägen bislang kaum Rückmeldungen der zuständigen Behörden für die zuletzt registrierten Vorfälle vor. Voriges Jahr hingegen seien zwei verschiedene Verursacher in Krombach festgestellt worden, dieses Jahr je ein Verursacher in Krombach und Eichen.

Firmen werden aufgesucht

Inzwischen hat die Untere Immissionsschutzbehörde der Stadt angekündigt, in Kürze die Firmen aufsuchen zu wollen, die möglicherweise für die Geruchsbelästigungen in Frage kommen. Auch soll bald ein Behördengespräch zwischen Stadt, Kreis und Regierung anberaumt werden. Irgendwelche Schuldzuweisungen wollte die CDU jedoch vermeiden, so lange keine „konkreten Beweise“ vorlägen. Daher hatte der Bürgermeister den Antrag zunächst im nicht öffentlichen Teil der Sitzung beraten wollen, ihn aber auf Wunsch der CDU öffentlich gemacht. Ergebnisse der Runde mit den beteiligten Behörden sollen der Bevölkerung beizeiten mitgeteilt werden.

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