Stadt Freudenberg

Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Vereine würdigt Ehrenamt

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel beglückwünschte die fünf Bürger (sitzend) die sich für ihre Heimat besonders verdient gemacht haben.  Foto:

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel beglückwünschte die fünf Bürger (sitzend) die sich für ihre Heimat besonders verdient gemacht haben.  Foto:

Foto: Jürgen Schad

Freudenberg.  In Freudenberg wird die Arbeit verdienter Bürger gewürdigt. In der Festrede stehen neben dem Heimatbegriff besonders drei Jubiläen im Fokus.

Verdiente Freudenberger Bürger nahmen nun für ihr Engagement die Ehrennadel der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Vereine (ARGE) entgegen. Anders als üblich fanden die Festlichkeiten diesmal allerdings nicht im Ratsaal des Rathauses statt, sondern in der evangelischen Kirche. Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident aus Arnsberg, verlieh als Laudator die Auszeichnungen, sprach aber auch seine Glückwünsche für verschiedene Jubiläen aus – darunter die Ersterwähnung der Stadt Freudenberg vor 630 Jahren.

Heimat als zentrales Thema

Der CVJM-Posaunenchor unter Leitung von Karl-Otto Bäumer sorgte für die musikalische Eröffnung der Veranstaltung. Im Anschluss begrüßte der Vorsitzende der ARGE, Bernd Brandemann, den Regierungspräsidenten Hans-Josef Vogel, Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke, Heimatgebietsleiter Dieter Tröps sowie den Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Freudenberg, Thomas Ijewski sowie die an diesem Abend gewürdigten Bürger.

In seiner Festansprache erläuterte Hans-Josef Vogel „die Neuentdeckung von Heimat“. Zuvor sprach er jedoch Freudenberg drei Glückwünsche zu drei Geburtstagen aus: 630 Jahre urkundliche Erwähnung von Freudenberg, Erinnerung an 563 Jahre „Flecken- und Freiheitsrechte“ sowie das Jubiläum 50 Jahre Freudenberger Arbeitsgemeinschaft der Heimatvereine. In seiner Festansprache war der Begriff „Heimat“ Dreh- und Angelpunkt. So fragte Vogel die Besucher in der voll besetzten Kirche zunächst, was für sie Heimat eigentlich bedeute.

Förderung der Projektarbeit

Auch die öffentliche Bedeutung von Heimat war Bestandteil der Rede, ebenso wie Heimat im Kontext von Ästhetik, etwa regionalspezifischer Baukultur. Besondere Erwähnung fanden zudem Förderprogramme der nordrhein-westfälischen Landesregierung, dank derer die Städte und Gemeinden über die Heimat-Schecks Mittel erhalten können, um ehrenamtliche und kommunale Heimatprojekte zu unterstützen.

In Freudenberg wurden so schon acht Projekte mit insgesamt 16.000 Euro gefördert, im gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein 86 Projekte mit einem Gesamtbetrag von 172.000 Euro. Hans-Josef Vogel sprach auch über die Globalisierung und Digitalisierung als „Treiber der Neuentdeckung des Heimat-Themas“.

Heimat bedarf Engagement

In seinem Schlusswort betonte er: „Heimat fällt nicht vom Himmel. Sie bedarf des privaten und bürgerlichen Engagements“. Dieses Engagement zeigten besonders die fünf Preisträger an diesem Abend: Karl-Heinz Molsbeck und Jochen Utsch aus Oberfischbach, Friedhelm Röcher aus Lindenberg sowie Dieter Schmidt und Reinhard Wüst aus Freudenberg. Sie haben es geschafft, „ihre Heimat mit ins tägliche Leben aufzunehmen“, wie Bürgermeisterin Nicole Reschke lobte.

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