Ansagestimme der Hessischen Bahn zu sexy?

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Siegen-Wittgenstein. Die neue Ansagestimme der Hessischen Landesbahn auf der Strecke Betzdorf-Bad Berleburg sei zu „erotisierend“, kritisierte Rainer Damerius im Fahrgastbeirat der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS). Es sei zu begrüßen, dass die tiefe und sonore Männerstimme durch eine Frauenstimme ersetzt worden sei – allerdings habe diese ein zu schlüpfriges Timbre, etwa wenn auf den Spalt zwischen Zug und Bahnsteigkante hingewiesen werde. Diese Assoziation hätten sie noch nicht gehabt, konterten andere Mitglieder.

ÖPNV abends und nachts

Spätverbindungen: Unter anderem der AStA der Uni Siegen hatte angeregt, aufgrund der späten Vorlesungszeiten entsprechende Anbindungen Richtung Randgebiete Olpe und ins Lahntal anzubieten, „dafür könnte ein Taxibus ausreichen“, so Otto H. Wunderlich, um etwa um 21 Uhr von Erndtebrück bis Bad Laasphe fahren zu können. Umgekehrt, aus Richtung Marburg bis Erndtebrück, funktioniere das bereits.

Kleinere Ortschaften um die Zeit anzufahren, sei ein „Riesenproblem“ und wirtschaftlich nicht darstellbar, so Stephan Degen (Verkehrsbetriebe Westfalen Süd) – auch nachmittags schon. Durch die Änderung der Schulzeiten am Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium kämen etwa zwei Schüler aus Plittershagen (Freudenberg) an manchen Tagen nicht mehr nach Hause – eine eigene Busverbindung sei in so einem Fall aber nicht zu rechtfertigen.
Nachtbusse: Ausgelastet ist eigentlich nur die Linie N1 von Siegen nach Kreuztal, „der Rest dümpelt so vor sich hin“, so Degen. Der Nachtbus nach Burbach kratze immerhin an einer zweistelligen Zahl, die Linie von Siegen nach Bad Laasphe über Bad Berleburg sei „richtig schwach“: Einen Fahrgast gab es bislang zwischen den beiden Wittgensteiner Kommunen – und das war Beiratsmitglied Otto H. Wunderlich auf Testfahrt. Spätestens im Netpher Raum würden die allermeisten Fahrgäste aussteigen – selbst beim Siegener Uferfest. Von 55 Fahrgästen in der Wittgensteiner Nachtbuslinie blieb kaum einer bis Wittgenstein sitzen. Immerhin: Die N-Linien haben seit Jahren konstant gut 20 000 Fahrgästen pro Jahr.

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