Forschung

Absolventen der Uni verstität Siegen erhalten Studienpreis

Die beiden Absolventen

Foto: Uni Siegen

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Siegen.   Abschlussarbeiten bewertet: Lilija Geringer und Dr. Philipp Spitzer verbinden Theorie und Praxis gut miteinander.

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Zwei Absolventen der Uni Siegen haben den 31. Studienpreis des Kreises Siegen-Wittgenstein für ihre Abschlussarbeiten erhalten. Beide Arbeiten verbinden die Theorie der Forschung mit der praktischen Anwendung im Alltag. Verliehen wurde der Preis im Lyz an Lilija Geringer (Wirtschaftswissenschaften) und Philipp Spitzer (Didaktik der Chemie). Beide forschten für ihre Arbeiten in naturwissenschaftlichen Fächern. „Wir müssen junge Menschen so früh wie möglich für den MINT-Bereich begeistern und sensibilisieren“, sagte Landrat Andreas Müller.

Lilija Geringer

Lilija Geringer erforschte in ihrer Masterarbeit, wie Verbraucher mit ihren Daten im Internet umgehen. In seiner Laudatio sagte Wirtschaftswissenschaftler Dr. Michael Schuhen: „Die Welt vernetzter Daten braucht ein gewisses Maß an Verbraucherkompetenz.“ Sind sich Verbraucher bewusst, dass sie gläsern sind? Nehmen sie es sogar in Kauf? Dazu führte die Master-Absolventin eine Studie mit 52 Teilnehmern im Alter von 16 bis 62 Jahren durch. Sie nahmen an einer Simulation teil, in der sie sich in ein Netzwerk einloggen und eine App mit installieren sollten. Lilija Geringer fand dabei heraus, dass sich die Teilnehmer zwar der Gefahr von Datentransfers bewusst sind, aber ihr Verhalten nicht unbedingt ändern. Die Absolventin wünscht sich mehr Transparenz, Standards für Einwilligungserklärungen und Gütesiegel. Mittlerweile arbeitet sie als Referendarin im Kreis Olpe und versucht die Ergebnisse ihrer Arbeit auf den Schulunterricht zu übertragen.

Dr. Philipp Spitzer

„Was können Lehrer dafür tun, dass sich Schüler für Chemie begeistern?“ Damit beschäftigte sich Dr. Philipp Spitzer. Er befragte rund 1100 Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 11. Parallel entwickelte er mit Prof. Dr. Martin Gröger vom Lehrstuhl Didaktik der Chemie das Unterrichtsprojekt „Chem-Trucking“. Mit dem mobilen Umweltlabor können Schulen in Projektwochen eigenständig umweltanalytische Messungen durchführen. „Wir haben das Labor eingepackt und es auf der grünen Wiese wieder ausgepackt“, so Spitzer. Er besuchte mit Teilnehmern und dem Chem-Truck drei Gewässer, um sie zu untersuchen. Das Projekt wird derzeit fortgeführt. „Je relevanter, lebensnäher der Unterricht, desto besser“, sagte Spitzer. Derzeit führt er eine Langzeitstudie zu diesem Thema an der Uni Wien durch, um seine Ergebnisse zu überprüfen und auf andere Fächer übertragen zu können.

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