Unterhaltung

Rheinberg-Comedy: Beim Grillen muss der Rauchmelder fiepsen

WDR Fernsehen INGRID KÜHNE SOLO - WIE WAR DAS NO(CH)MAL?, am Samstag (31.08.19) um 22:30 Uhr. Sie ist eine gestandene Frau voller praktischer Intelligenz, trägt das Herz auf der Zunge, und eine Pointe jagt bei ihr die nächste: Ingrid Kühne, auch bekannt als "De Frau Kühne". Mit ihren scharfen Alltagsbeobachtungen und ihrem bodenständigen Witz strapaziert sie immer wieder die Lachmuskeln und nimmt sich mit viel Selbstironie dabei auch gerne selbst auf die Schippe. In einer TV-Premiere zeigt der WDR nun ihr Soloprogramm "Wie war das no(ch)rmal", das im Juni dieses Jahres im Rheinberger Stadthaus aufgezeichnet wurde. © WDR/Ben Knabe, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Ben Knabe" (S1+). WDR Kommunikation/Redaktion Bild, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildredaktion@wdr.de

WDR Fernsehen INGRID KÜHNE SOLO - WIE WAR DAS NO(CH)MAL?, am Samstag (31.08.19) um 22:30 Uhr. Sie ist eine gestandene Frau voller praktischer Intelligenz, trägt das Herz auf der Zunge, und eine Pointe jagt bei ihr die nächste: Ingrid Kühne, auch bekannt als "De Frau Kühne". Mit ihren scharfen Alltagsbeobachtungen und ihrem bodenständigen Witz strapaziert sie immer wieder die Lachmuskeln und nimmt sich mit viel Selbstironie dabei auch gerne selbst auf die Schippe. In einer TV-Premiere zeigt der WDR nun ihr Soloprogramm "Wie war das no(ch)rmal", das im Juni dieses Jahres im Rheinberger Stadthaus aufgezeichnet wurde. © WDR/Ben Knabe, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Ben Knabe" (S1+). WDR Kommunikation/Redaktion Bild, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildredaktion@wdr.de

Foto: WDR/Ben Knabe

Rheinberg.  Das Format „SchönAbendzusamm“ erlebte eine neue Ausgabe als Mix-Show. Das heißt, vier Comedians wuppten mit ihren Geschichten den Abend.

Im Alsprayer To Hoop läutete der Comedian Obel die Herbstzeit ein. Das Format „Schön­Abendzusamm“ erlebte eine neue Ausgabe als Mix-Show. Das heißt, vier Comedians wuppten mit ihren Geschichten den Abend gemeinsam. Mit von der Partie war Sascha Thamm aus Remscheid. Er nutzte die Bühne, um seine messerscharfen Beobachtungen unter das Publikum zu bringen. Schon dabei wurde klar, mit seinen Geschichten aus der Heimat sorgte er für einen guten Start. Thamm beobachtete sein Umfeld genau, lästerte über die „Kürmes“ ab, wo es Plüschtiere und Paradiesäpfel gibt. Beides ist nicht sein Fall, dann wohl eher der Pflanzenstand, an dem der Comedian hängen bleibt, um sein Wohnzimmer aufzuforsten.

Mit seinen amüsanten Erzählungen zum Thema „Grillen 2.0“ punktete er beim Publikum. Wer früher als einfacher Grillmeister mit Holzkohle unterwegs war, hat sich zum Feinschmecker am Kugelgrill mit Gas gemausert. „Heute grillt man ohne Qualm“, so Thamm, dem diese Vorstellung mit gradgenauem Temperaturmesser nicht gefällt. „Wenn man grillt, muss es stinken. Würstchen müssen in die Holzkohle fallen“, betonte er stattdessen. Für ihn gehören Röstaromen, Fett und Grillanzünder zum Freilufterlebnis. „So geht Grillen“, konstatierte er und sagte: „Beim Nachbarn muss der Rauchmelder fiepsen.“

Murat Kayi legte nach

Thamm bewies sogar seine dichterischen Fähigkeiten – mit Zweizeilern über den Wattwurm und die Seegurke. Ohne Zweifel, Thamm verstand es, im To Hoop – das ist plattdeutsch und heißt Zuhause – die Raumtemperatur zu erhöhen.

Der Comedian Murat Kayi legte nach. Der Türke im Körper eines Deutschen, wie er sich beschrieb, plauderte über seine Tochter und die Missverständnisse zwischen Vater und Tochter. Auf der Bühne bewegte er sich zwischen Blues, Kabarett, sang und beherrschte den Soziolekt. Bekannt ist der Dortmunder im Revier durch den sogenannten Geierabend, vergleichbar mit der Kölner Stunk-Sitzung.

Obel wurde seiner Rolle als Moderator bestens gerecht, kündigte die Comedians an, streute dazu zwischen den Auftritten seine Beiträge ein. Langsam, aber sicher kochten diese drei Comdians die Stimmung hoch.

Sie monierte Hinzugezogene in ihrem Viertel

Das Sahnehäubchen lieferte ohne Zweifel „de Frau Kühne“ aus Lüttingen. „Se kennen mich vom Lidl“, stellte sie sich dem Publikum vor, mit dem sie auf einer sprachlichen Höhe war. Niederrheinisch eben, wo man „na Bett“ geht. „Wenn ich in Köln oder Hannover auftrete, verstehen mich die Menschen nicht mehr“, stellte de Kühne fest. Wohlgemeinte Verbesserungsvorschläge erreichten sie aber immer, ergänzte sie. In anderen Regionen geht man nämlich „ins Bett“.

Sie redete sich in Fahrt, monierte Hinzugezogene in ihrem Viertel, die einfach noch nicht wissen, wo dort die Keule hängt. Andere rennen schon am Morgen 15 Kilometer „ohne Grund“. Für sie bleiben Ratschläge übrig, doch mal ins Fitnessstudio zu gehen, auf Cholesterin und Co. zu achten. Die Kühne holte aus, als sie dann das Eheleben im Allgemeinen und Besonderen beleuchtete. Mittlerweile tobte das Publikum, freute sich über die „Rummelsschublad“, in der nur sie sich auskennt. „Wenn es brennt, muss ich nur die Rummelsschublad mitnehmen. Da ist alles drin.“

Sami Durak hat in seinem Lokal To Hoop die Kabarettsaison eröffnet. Am 18. Oktober kommt Uli Masuth nach Alpsray, am 31. Oktober Niko Vormanek und am 8. November Ausbilder Schmitt. Alle weiteren Termine unter www.to-hoop.de

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