Gutshof Hitzfeldhof

Neues Leben für den Hitzfeldhof in Xanten-Wardt 

Der denkmalgeschützte Gutshof Hitzfeld hat neue Eigentümer. Heinz-Gerd Schlootz und seine Tochter Christine haben ihn gekauft.

Der denkmalgeschützte Gutshof Hitzfeld hat neue Eigentümer. Heinz-Gerd Schlootz und seine Tochter Christine haben ihn gekauft.

Foto: Schlootz

Xanten.   Heinz-Gerd Schlootz und seine Tochter Christine haben den denkmalgeschützten Gutshof gekauft. Sie wollen aus diesem ein Gesundheitshotel machen.

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Der Hitzfeldhof im Inseldorf Wardt wird aus dem Dornröschenschlaf geholt: Die Firma TectoRent mit Sitz in Viersen hat den denkmalgeschützten Gutshof an der Xantener Nordsee für 3,5 Millionen Euro einschließlich Erwerbsnebenkosten gekauft. Heinz-Gerd Schlootz und seine Tochter Christine wollen aus dem Hitzfeldhof ein Gesundheits- und Pflegehotel machen, in dem sich Menschen erholen können, die Angehörige pflegen. Die werden währenddessen in dem Luxus-Hotel von medizinischen Fachkräften versorgt.

Durch einen „komischen Zufall“ sei man auf den Hitzfeldhof aufmerksam geworden, sagt Schlootz. Die obere Denkmalbehörde habe bei der Stadt Xanten nachgefragt, was denn mit diesem schönen Hof in Wardt sei. Und die Stadt hat sich an Schlootz gewendet, um auf das Objekt hinzuweisen. Ob er sich das vielleicht einmal anschauen möchte? „Ende 2017 bin ich mit meiner Tochter mal hingefahren. Da stehen wir vor dem schmiedeeisernen Tor, und da war es um uns geschehen“, erzählt der Investor. Schlootz nahm Kontakt mit den Eigentümern auf, 70 Prozent Anteile an dem Gutshof gehörten einer Familie Elbers, Inhaber der Firma Eurofleurs, ein internationaler Blumengroßhandel in Kevelaer; 30 Prozent Anteile hielt ein Düsseldorfer Architekt Triet.

„Einmal haben wir uns auf dem Hitzfeldhof und dreimal in Kevelaer getroffen. Beim dritten Termin haben wir den Zuschlag bekommen“. Das war letztes Jahr an Gründonnerstag. Für den Gutshof auf dem rund 50.000 Quadratmeter großen Grundstück existiert ein rechtsgültiger Bebauungsplan (B-Plan 161W Hitzfeldhof/Stadt Xanten), den der Rat der Stadt Ende 2010 als Grundlage für die Ansiedlung eines Bio-Wellness-Hotels beschlossen hatte und der im Mai 2011 in Kraft getreten war.

Die Konzeptplanung für das geplante Gesundheits- und Pflegehotel steht. Bevor Christine und Heinz-Gerd Schlootz den Bauantrag stellen, wollen sie Bürger und die Politik auf den Gutshof einladen und ihre Ideen vorstellen, die sie gemeinsam mit ihrem Architekten und Statiker Mehdi Tavakoli entwickelt haben. Das werde noch in diesem Jahr sein, so Schlootz. Knapp unter 30 Millionen Euro sollen investiert werden in den Gutshof, für den es laut Bebauungsplan ein Sondernutzungsrecht „Hotel“ gibt. „Das ist ein Traum“, so Schlootz, der 123 Punkte auf seiner Agenda hatte, die er mit der Stadt und dem Denkmalschutz positiv abklären konnte.

Xanten biete die besten Voraussetzungen für ein Gesundheits- und Pflegehotel, schwärmt Schlootz und zählt den neu angelegten Kurpark, den Gesundheitstourismus rund um die Nord- und Südsee sowie den Archäologische Park auf. Der Investor verspricht: „Wir werden alle Bäume erhalten.“ Hauptzufahrt zu der ehemaligen landwirtschaftlichen Hofstelle wird die Allee am Meerend und nicht die Heinrich-Hegmann-Straße sein. Angedacht sind 90 bis 110 Apartments, zwischen 65 und 95 Quadratmeter groß. Sie sollen an Investoren verkauft werden, die sie aber nicht selber bewohnen dürfen, sondern dem Hotel zur Verfügung stellen. Die Pläne: In einer Scheune entsteht ein Erste-Klasse-Restaurant, im Herrenhaus im Erdgeschoss ein Landcafé mit großer Terrasse, im ersten und zweiten Obergeschoss Apartments, Zimmer für einen Arzt und für Pflegekräfte, im alten Pferdestall Physiotherapie und Massage. Auch eine Kleinschwimmhalle ist angedacht.

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