Lesung

Mordsspaß mit Kohl und Kult-Band im Kastell Sonsbeck

Im Sonsbecker Kastell las Krimiautor Erwin Kohl aus seinem neuesten Werk „Dumm gelaufen, Martha“.

Im Sonsbecker Kastell las Krimiautor Erwin Kohl aus seinem neuesten Werk „Dumm gelaufen, Martha“.

Foto: arfi

Sonsbeck.  Krimiautor Erwin Kohl las aus seinem neuesten Buch „Dumm gelaufen, Martha“. Die Zuhörer waren begeistert.

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Im Foyer des Kastells liegt am Freitagabend eine Leiche. Männlich, schwarzer Anzug, nur die Beine und ein Stück des linken Armes lugen unter dem trockenen Laub hervor, mit dem der Tote bedeckt ist. Acht Mitglieder des Vereins „Son‘Kultur“ laufen in weißen Schutzanzügen umher. Sie sind Kriminaltechniker, sichern Spuren. Denn der Mann ist ermordet worden, totsicher.

Daran hat auch Lukas Born nicht den geringsten Zweifel. Der ehemalige Hauptkommissar, der sich seit seiner Suspendierung bei der Kripo als Privatdetektiv durchs Leben schlägt und mit seinem Hund Manolo auf einem Campingplatz in Labbeck lebt, ist auch in dem neuen, insgesamt 13. Krimi „Dumm gelaufen, Martha“ von Erwin Kohl der Polizei immer einen Schritt voraus. Am Freitagabend las der Autor „mit Migrationshintergrund, ich bin in Alpen geboren“ im voll besetzten Kastell zum ersten Mal aus seinem neuen Buch.

Viel Spaß bei der Lesung

Die gut 220 Zuhörer hatten sichtlich viel Spaß an der Lesung. Oder dem Konzert? Oder an beidem? Denn der Buchautor (58), der als 14-Jähriger in der Schule keinen Bock auf binomische Formeln hatte, lieber mit seinem Bonanza-Rad durch die Gegend fuhr, drei Ahoi-Brausen ohne mit der Wimper zu zucken auf Ex trinken konnte, der die Bravo las und abends vorm Spiegel Songs von T-Rex und Co. knödelte, war nicht alleine gekommen. „Glam Bam“, die Kultband vom Niederrhein, hatte ihn nach Sonsbeck begleitet, den Abend unter das Motto „Glitteratur“ gestellt. Mit Songs von Emmerson, Lake & Palmer, von T-Rex und Sweet sowie weiteren Musikgrößen der 70er-Jahre.

Bäume umarmen

Kohl las den Part von Lukas Born, Glam-Bam-Sänger Uwe Plien den des Zeugen Charlie Döppers. Aus Saalhoff. Der hatte den Schuss gehört, damals im Labbecker Staatsforst. Dort, wo die Titelheldin und ebenfalls wichtige, aber letztlich „unbrauchbare“ Zeugin Martha Lamers wegen der Terpene drei Mal in der Woche Waldbaden praktiziert und dabei Bäume umarmt.

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