Freizeit

Der KAG-Bär hängt alle ab beim Rheinberger Moskottchenrennen

13 Maskottchen gingen beim ersten Maskottchenrennen in Rheinberg-Ossenberg an den Start. Der braune KAG-Bär machte das Rennen.

13 Maskottchen gingen beim ersten Maskottchenrennen in Rheinberg-Ossenberg an den Start. Der braune KAG-Bär machte das Rennen.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.  Das Ossenberger Maskottchenrennen war ein Lauf voller Überraschungen. Die favorisierten Idole wurden von heimischen Gegnern unter Druck gesetzt.

Wenn einer das Maskottchenrennen wirklich wörtlich genommen hat, dann wohl der Bär des Karneval-Ausschusses-Gemütlichkeit (KAG) Ossenberg. Armin Schüler, der in dem braunen Kostüm steckte, lief gefühlt ein bisschen so, als ginge es um sein Leben. Als Organisator Carsten Kämmerer das Startsignal für den ersten Lauf gab, nahm er Fahrt auf: Egal, ob es Mitmän vom Landschaftsverband Ruhr (LVR) oder Kalli, das Maskottchen der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort war – der Bär hing sie bereits im Halbfinale ganz schön ab. Am Samstag war es soweit: Auf dem Sportplatz des SV Concordia fand das erste Ossenberger Maskottchenrennen zugunsten Guido Lohmanns Charity-Aktion „Bewegen hilft“ statt.

Carsten Kämmerer hatte die Idee dazu, und er ist zufrieden. „Es ist toll. Die Atmosphäre ist einfach der Wahnsinn.“ Volksbank-Chef Lohmann kam natürlich auch persönlich vorbei. „Genau das ist „Bewegen hilft“, eine gelungene Kombination aus Sport und Spaß. Das ist ein wahres Highlight in den letzten sieben Jahren, in denen es die Aktion schon gibt“, betont er.

Stärken und Schwächen

Mit Musik und in Begleitung der Mädels der Tanzgarden des KAG Ossenberg, wurden die Maskottchen in die „Arena“ hereingeführt und samt Stärken und Schwächen vorgestellt. So zählten Schnelligkeit und Ehrgeiz zu den Stärken von Erwin, Lino vom Centro Oberhausen hatte einen geringen Kurvenradius angegeben.

13 Firmen- und Vereinsidole gingen dann an den Start. Nach dem ersten Lauf schieden die drei langsamsten aus – und dabei gab es wohl doch gleich zwei Überraschungen. Sowohl Erwin von Schalke 04, als auch die flotte Biene Emma, das Maskottchen des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund, waren nicht so flink unterwegs. NRZ-Eisbär Knut hatte auch so seine Problemchen. Aber die hohen Temperaturen waren auch einfach nichts für den Eisbären. Alle drei durften nicht noch einmal antreten. Apropos Temperaturen: Auf den angekündigten Hindernisparcours hatte Kämmerer verzichtet. „Es ist dann doch ein bisschen zu heiß. Die Gesundheit geht vor“, sagt er.

Sehr ausgewogen

Das minderte aber definitiv nicht den Spaßfaktor: Entlang der Strecke feuerten die Besucher ihren Favoriten an. Diese konnten bei beiden Läufen auf das Maskottchen setzen, das sie als Sieger sehen. Die Einnahmen gingen zu 100 Prozent an „Bewegen hilft“. Die Tipper hatten die Chance auf einen der zahlreichen Tombola-Gewinne. Zugegeben, der KAG-Bär hatte im Vergleich eines der einfacheren Kostüme. Olaf, der Schneemann hatte mit dem ausladenden Kostüm ganz andere Voraussetzungen. „Die Schrittgröße und die Beinfreiheit ist sehr eingeschränkt, aber es macht auch sehr viel Spaß“, sagt Björn Koths, der in dem Schneemannkostüm steckte. Ein Platz auf dem Treppchen war sein Ziel, aber die Konkurrenz war stark. Es reichte am Ende für den vierten Platz.

Während die Tippzettel in der ersten Runde noch sehr ausgewogen waren, startete definitiv der KAG-Bär im Finale als Favorit, schließlich machte er im ersten Lauf schon eine gute Figur, nun setzten die meisten Besucher auf ihn. Und er enttäuschte nicht: Wieder hing er die Konkurrenz ab und erreichte mit großem Vorsprung das Ziel vor Kevin (Krefelder Pinguine) und Mitmän (LVR). Klar, die Ossenberger jubelten. Es war ja schließlich so etwas wie ein kleiner Heimsieg.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben