Bauarbeiten

City-Baustelle liegt in Rheinberg im Zeitplan

Der Technische Beigeordnete Dieter Paus ist zufrieden: Holz - und Fischmarkt sind fast fertig.

Der Technische Beigeordnete Dieter Paus ist zufrieden: Holz - und Fischmarkt sind fast fertig.

Foto: arfi

Rheinberg.  Pünktlich zum Stadtfest sind die Arbeiten am Holz- und Fischmarkt bis auf wenige Kleinigkeiten abgeschlossen. Stadtumbau geht im Winter weiter.

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Zuletzt hatten sich die Sorgenfalten noch tiefer in die Stirn einiger Geschäftsleute gegraben. Doch die Stadt gibt Entwarnung. Die Großbaustelle in der City wird rechtzeitig zum Stadtfest am kommenden Wochenende fertig. Bis auf ein paar Restarbeiten. Das ist nicht die einzige frohe Botschaft, die ein Lächeln ins Gesicht des Technischen Beigeordneten Dieter Paus zaubert.

Der Strukturausschuss des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) hat in der vergangenen Woche grünes Licht für die nächsten großen Schritte signalisiert, die Attraktivität des Stadtkerns auf ein neues Niveau zu heben. Er empfiehlt der Verbandsversammlung, die Neugestaltung der Fußgängerzone und die Komplettsanierung des Alten Rathauses zu 60 Prozent zu fördern. Das Gesamtpaket, zu dem auch das so genannte Fassaden- und Hofprogramm gehört, ist mehr als fünf Millionen Euro schwer. Dieter Paus ist nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub sichtlich zufrieden mit dem Stand der Innenstadtsanierung. Das helle Betonpflaster zwischen Underbergpalais und Eisdiele, das sich angleicht ans Umfeld auf dem Großen Markt sowie auf Orsoyer- und Rheinstraße, liegt und sichert Barrierefreiheit. Lediglich die beiden Bushäuschen fehlen noch. Hier hat sich die Politik bekanntlich gegen ein Hochbord entschieden. So müssen Fahrgäste beim Einstieg in den Bus eine Stufe nehmen. Das rote Band vor der Häuserzeile, das den Rahmen zieht um die Marktplätze, konnte liegen bleiben.

Zur Fahrbahnsanierung, das betont Paus, habe es technisch keine Alternative gegeben. Der massiv verdichtete Untergrund habe zu Verwerfungen des alten Pflasters geführt und einen tiefgreifenden Eingriff unumgänglich gemacht. Der habe nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass der Zeitrahmen leicht überschritten worden ist. Denn die Tiefbauer haben sich an der betonharten Tragschicht abgearbeitet. Dennoch: „Wir sind eigentlich von der Zeit her genau im Plan“, sagt der Cheftechniker im Stadthaus. Nach dem Baustart zu Jahresbeginn sei Ende Mai als Ziel anvisiert worden. Dass die Arbeiten nun Anfang der zweiten Juni-Woche auf die Zielgerade einbiegen, sei den zwölf Schlechtwettertagen im Winter geschuldet.

Paus freut sich, dass der Dienstleistungsbetrieb (DLB) die Sperrung der Nord-Südtrasse durch die City genutzt hat, die wackeligen Stellen im Pflaster der Orsoyer Straße auszubessern: „Schön, dass das geklappt hat.“ Er ist auch froh, dass der Kanal über die komplette Länge der Gelderstraße ertüchtigt worden ist, ohne die Gasse aufzubuddeln. „Inliner“ heißt das Zauberwort. Ein Schlauch wird ins alte Rohr eingeführt und schließt es dicht ab. „Das ist wie neu, nur schneller und viel günstiger“, so Paus. Der Cheftechniker lobt sein Team, dem es gelungen sei, den Förderantrag für den nächsten Schritt bei der für Geschäftsleute zugegebenermaßen sehr schmerzhaften „Operation am offenen Herzen“ rechtzeitig und offensichtlich förderfähig vorzulegen. „Ein wirklicher Erfolg.“ So gebe es begründete Aussicht, dass der Bewilligungsbescheid für die erwarteten 3,5 Millionen Euro so früh kommt, dass im nächsten Winter die Fußgängerzone umgebaut werden kann und dort das Ruckelpflaster verschwindet. Auch das rote Band an den Seiten, das bei Minustemperaturen zur Rutschbahn wird, ist dann Geschichte. Die Fußgängerzone – inklusive Kamper und Beguinenstraße – wird komplett mit den hellen Betonsteinen ausgelegt. Barrierefreiheit bis in die Läden zu schaffen, sei wegen unterschiedlicher Eingangshöhen eine echte Herausforderung. „Wir legen aber erst nach dem Weihnachtsgeschäft los“, kündigt Paus an.

Schmuckstück des nächsten Pakets beim Stadtumbau ist die Sanierung des Alten Rathauses. Um Brandschutz und Barrierefreiheit zu erreichen, soll’s nicht nur ein neues Dach erhalten, sondern auch einen gläsernen Anbau. Eine spannendes wie spannungsvolles Aufeinandertreffen von historischer Bausubstanz und zeitgemäßer Architektur. Während sich der Stadtumbau bislang in Bodennähe ereignet hat, geht’s nun in die Höhe. Das neue Alte Rathaus wird ein Hingucker.

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