Fischmarkt

Beim Xantener Fischmarkt gab es Fisch in allen Variationen

Viele Besucher schlenderten zwischen den Ständen entlang. Neben dem Fisch gab es auch jede Menge Kunsthandwerk.

Viele Besucher schlenderten zwischen den Ständen entlang. Neben dem Fisch gab es auch jede Menge Kunsthandwerk.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Geräuchert, gebacken oder gebraten: Der 13. Fischmarkt an der Nordsee lockte viele Besucher an – das sorgte auch für ein kleines Verkehrschaos.

Ob Flammlachs, Backfisch oder die Scampi-Pfanne mit einer mediterranen Tomatensoße: Fischliebhaber sind am Pfingstwochenende im Hafen Vynen wieder voll und ganz auf ihre Kosten gekommen. Zum 13. Mal veranstaltete das Freizeitzentrum Xanten (FZX) den Fischmarkt entlang des Ufers der Xantener Nordsee.

Um dem Thema auch richtig gerecht zu werden, gab es eine gut 500 Meter lange Genussmeile mit noch mehr Fischhändlern als in den Vorjahren. Ganz neu dabei war Rainer Traber. Gemeinsam mit seiner Familie bot er verschiedene Scampi-Variationen an. Zur Wahl standen eine Tomatensoße, ein Knoblauch- oder ein Mango-Chili-Dip. In kleinen Pfannen bereitete er die Gerichte frisch vor den Augen seiner Kunden zu. „Ich bin wirklich positiv überrascht, wie viele Besucher dieser Markt anzieht. Die Menschen sind offen für unsere Kreationen, das ist super.“

Zwischen den Fischhändlern, die entweder mit ihrem Fischauto oder aufwendigen Buden anreisten, hatten auch rund 60 Kunsthandwerker ihren Platz. Sie boten Schmuck, Taschen, Naturkosmetik und selbstgenähte Kleidung an.

Wer weniger für den Fisch zu haben war, kam trotzdem auf seine Kosten: Es gab Quiche-Variationen, Flammkuchen, Wraps und jede Menge Süßspeisen.

Auf der Seeterrasse spielte die holländische „Joeks-kapellen“.

„Es ist eine ganz tolle Mischung aus Kunsthandwerk, Fisch und Musik“, sagte Nadine. Ihre Familie probierte verschiedene Fischgerichte: Es gab Matjes, Kibbeling und den klassischen Backfisch. Auch Wilfried Meyer, Leiter des Freizeitzentrum Xantens (FZX), mischte sich am Sonntag unter die Besucher. „Ich bin sehr zufrieden. Der Sonntag ist einer der stärksten Tage, die wir in den letzten Jahren hatten. Insgesamt gehört dieser Fischmarkt zu den erfolgreichsten“, sagte er zufrieden.

Des einen Freud war des anderen Leid: Ein großes Manko des Fischmarktes war die Parkplatzsituation. Zwar wurden zusätzliche Parkflächen eingerichtet, doch auch die waren vor allem Sonntag nach kurzer Zeit zugeparkt.

Autofahrer wurden vom Sicherheitspersonal trotzdem immer weiter auf bereits überfüllte Parkplätze eingewiesen. Das ärgerte nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Fußgänger, die sich zwischen den Autoschlangen ihren Weg bahnten. „Das ist vor allem für Familien mit kleinen Kindern ganz schön gefährlich“, mahnte ein Besucher.

Auch Wilfried Meyer sieht in diesem Punkt Verbesserungspotenzial: „Einerseits ist es ja schön, dass so viele Leute unseren Markt besuchen wollen, aber wir machen uns für das nächste Jahr auf jeden Fall Gedanken, wie man die Parkplatzsituation optimieren kann.“ Auf dem Markt selbst war von dem Chaos auf den Straßen nichts zu spüren. Im Gegenteil: Es war zwar voll, trotzdem schlenderten die Besucher in aller Ruhe über die Meile oder machten es sich auf den Wiesen am Wasser gemütlich – die meisten natürlich mit einer Fischspezialität in der Hand.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben