Asylbewerber muss ins Gefängnis

Xanten.   Das Rheinberger Amtsgericht hat einen Asylbewerber aus Xanten wegen Einbruchs, Körperverletzung und Bedrohung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen verurteilt. Zur Zeit verbüßt er noch eine Ersatzfreiheitsstrafe. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft war fassungslos: „Ich komme gar nicht so schnell hinterher Anklagen zu verfassen, wie er Straftaten im Bundesgebiet begeht“, kommentierte er die schnelle Rückfallgeschwindigkeit.

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Das Rheinberger Amtsgericht hat einen Asylbewerber aus Xanten wegen Einbruchs, Körperverletzung und Bedrohung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen verurteilt. Zur Zeit verbüßt er noch eine Ersatzfreiheitsstrafe. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft war fassungslos: „Ich komme gar nicht so schnell hinterher Anklagen zu verfassen, wie er Straftaten im Bundesgebiet begeht“, kommentierte er die schnelle Rückfallgeschwindigkeit.

Der 30-Jährige lebe erst seit zwei Jahren in Deutschland und sei schon vielfach aufgefallen. „Ich habe mir noch nie etwas zu Schulden kommen lassen“, ließ dagegen der Angeklagte durch seinen Übersetzer verkünden. Das wurde durch Verlesung der Voreinträge schnell widerlegt. Den versuchten Einbruchdiebstahl, den der Mann mit einem weiteren Täter im Februar in Xanten verübte, räumte er auch nur zögerlich ein. Als er nach Überklettern eines Holzzauns und Aufbrechen eines Rollos in ein Haus eindrang, sei er betrunken gewesen. Was er dort wollte, könne er nicht sagen. Auch die Verantwortung für den Fausthieb ins Gesicht eines Mitbewohners im Asylbewerberheim wollte er nicht auf sich nehmen: es sei ein gegenseitiger Schlagabtausch gewesen, beteuerte der 30-Jährige.

Das glaubte das Gericht nach Anhörung des Zeugen nicht. Der Angeklagte sei als aggressiv bekannt und habe ihn mehrfach grundlos geschlagen und mit dem Tode bedroht, sagte der 28-Jährige. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung beantragt. Die Richterin setzte die Strafe dennoch zur Bewährung aus.

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