Naturgetreue Tiere

Wolfsrudel heulen auf Bildern in der Sterkrader Sparkasse

Melina Stobba stellt zur Zeit ihre Bilder in der Sparkasse Sterkrade aus.

Melina Stobba stellt zur Zeit ihre Bilder in der Sparkasse Sterkrade aus.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.   Melina Stobba malt realistische Wölfe, Löwen und Co. Ihre Bilder sind in der Sparkasse Sterkrader Tor zu sehen. Doch das Rudel zieht bald weiter.

Ein Malschema hat sie nicht. Keinem könnte Melina Stobba beibringen so zu malen, sagt die 20-Jährige. Im Kunstunterricht lernte sie andere Dinge und selbst ihre Mutter Susanne zuckt mit den Schultern, wenn sie nach Melinas Talent gefragt wird. „Kreativ bin ich als Erzieherin auch, aber von uns hat sie das nicht.“

Doch wer so naturgetreu Fuchs, Hase, Wolf und viele andere mit Kohle, Bleistift oder Öl zeichnen kann, der hat sich eine eigene kleine Austellung verdient.

Das empfindet zumindest die Gruppenleiterin der Sparkasse am Sterkrader Tor so. „Generell unterstützen wir einheimische Künstler und lassen sie bei uns ihre Kunstwerke ausstellen“, erklärt Sabrina Kessel. Direkt scharf links durch den Eingang, schon steht der Sparkassenkunde im Tiergehege. Auf den Leinwänden und zeichenblockgroßen Bildern von Melina Stobba tummeln sich Raubtiere wie Wölfe, Löwen oder Füchse mit eher ungefährlichen Hasen, Hirschen oder Eichhörnchen. Die Wölfe indes kommen im Rudel daher — „das sind schon immer meine Lieblingstiere“, sagt Melina.

Malen ist ihr Hobby — mehr aber nicht

Leben kann die Malerin von ihrem Hobby allerdings nicht. Dafür werden einfach zu wenig Bilder gekauft. Dabei kann Melina Stobba mehr als nur Tiere malen; Landschaften und Gesichter oder ganze Menschen sind ebenso im Repertoire. Ein bis zwei Monate benötigt sie für ihre Bilder. „Ich achte halt auf jedes Detail.“

Zuhause steht daher eine Menge Kunst teilweise im Weg herum, erzählt Mutter Susanne. Die Kunden der Sparkasse an der Bahnhofstraße 80 fragen zwar oft nach Details zur Austellung und der Machart der Bilder, kaufen will jedoch selten jemand etwas.

Wenn sie ihre Werke weggibt, dann sollte der neue Besitzer „das Bild so lieben wie ich“, hofft Melina Stobba. Die nächste Ausstellung ist zumindest fest eingeplant: Denn die Stadtbibliothek habe bereits angefragt, wann sie ihre Bilder ausstellen können.

Beruflich will Melina übrigens bei ihrer Leidenschaft bleiben: „Ich möchte mit echten Tieren arbeiten — vielleicht klappt es bald mit einem Praktikum im Tiergehege Kaisergarten. Trotzdem nehme ich natürlich liebend gern Aufträge an.“

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