Theater Oberhausen

Theater Oberhausen öffnet Foyers und eine „Tanz-Ambulanz“

Das Theater am Will-Quadflieg-Platz will auch tagsüber ein offenes Haus sein – und die beiden Foyers schon nachmittags öffnen.

Das Theater am Will-Quadflieg-Platz will auch tagsüber ein offenes Haus sein – und die beiden Foyers schon nachmittags öffnen.

Foto: gerd wallhorn

Oberhausen  Mit 435.000 Euro an Landesmitteln hat das Theater Oberhausen Großes vor: die Faktorei entwickeln, die Foyers öffnen – und eine „Tanz-Ambulanz“.

. Kommunale Theater und Orchester wollen „Neue Wege“ gehen. So jedenfalls heißt das Förderprogramm, das in diesem Jahr erstmals vom Land Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben worden war. Eine fünfköpfige Jury hat 15 Projekte an kommunalen Orchestern und Theatern ausgewählt. Darunter ist auch das Theater Oberhausen, dass mit 435.000 Euro gefördert wird.

Das Programm „Neue Wege“ will dazu ermutigen, profilbildende Projekte anzugehen. Es ist Teil einer Neustrukturierung der Förderung für kommunale Theater und Orchester. Das Theater Oberhausen ist mit seiner neuen Leitung zur Spielzeit 2017/18 angetreten, in die gesamte Stadtgesellschaft wirken zu wollen.

Mit der „Neue Wege“-Förderung geht es daher zunächst um eine Erweiterung des Angebots der Theaterfaktorei. Für die Teilnehmenden sind – wie bisher – die Angebote der Theaterfaktorei kostenlos. Den Mitwirkenden will das Theater eine Aufwandsentschädigung anbieten und die Produktionen mit einem kleinen Ausstattungsetat künstlerisch unterstützen.

Workshops mit Künstlern und anderen Experten

Die beiden Foyers am Will-Quadflieg-Platz sollen künftig nicht erst abends zur Vorstellung öffnen – sondern werktags ab 15 Uhr und an Samstagen bereits ab 10.30 Uhr. Man wird dort lesen, spielen, musizieren oder einfach nur Tee und Kaffee trinken können. Es wird Bildungs- und theaterpädagogische Angebote geben und eine Theaterpädagogin wird als Ansprechpartnerin vor Ort sein.

In diesen Räumen soll auch die „Akademie der lauten Gedanken“ (so der Arbeitstitel) stattfinden inklusive Workshops mit Künstlern und anderen Experten, Diskussionen und Vorträgen und mit einer partizipativen Hausautorenschaft samt Schreibwerkstatt.

Außerdem plant das Theater eine „Tanz-Ambulanz“: Monika Gintersdorfer und Franck Edmond, die Leitenden der Gruppe „La Fleur“, wollen ein leerstehendes Ladenlokal beziehen und dort ein offenes Tanzatelier anbieten. Mit der Förderung durch „Neue Wege“ will das Theater – so wie’s die „liebende“ Umarmung der kommenden Spielzeit ankündigt – den bereits beschrittenen Weg zu einem „Stadttheater im Wortsinne“ weitergehen.

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