Polizei-Aktion

So haben Taschendiebe im Centro und anderswo keine Chance

Nicole Schumacher-Michels (mi.) und Alexandra Butzki (re.) von der Polizei sprechen im Centro Einkäufer an und erklären ihnen, wie sie sich besser vor Taschendieben schützen können.

Nicole Schumacher-Michels (mi.) und Alexandra Butzki (re.) von der Polizei sprechen im Centro Einkäufer an und erklären ihnen, wie sie sich besser vor Taschendieben schützen können.

Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen.   Die Polizei informiert in Oberhausen, wie Handy, Geld und Schlüssel sicher verstaut werden. Besonders Senioren sind häufig Opfer der Langfinger.

Die Sterkrader Innenstadt, die Marktstraße und natürlich das Centro. Das sind die Orte, an denen Taschendiebe in Oberhausen am häufigsten zuschlagen. Damit sie es aber möglichst schwer haben, veranstaltet die Polizei regelmäßig Aktionen, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie sie sich schützen können. „Damit die Taschen richtig getragen werden“, sagt Sandra Hut von der Kriminalprävention.

Taschen nicht in den Rollator legen

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Alexandra Butzki und mit Franz Schönberger und Nicole Schumacher-Michels vom Bezirksdienst Mitte hat sie am Freitag einen kleinen Stand unterhalb der Haltestelle Neue Mitte aufgebaut. Eine ältere Dame, die die Polizisten ansprechen, macht schon Vieles richtig. Sie trägt ihre Tasche vor dem Körper, der Reißverschluss ist geschlossen. Dennoch nimmt sie gerne noch einige Informationsmaterialien mit. „Viele Menschen sind schon sehr sensibel für das Thema“, sagt Sandra Hut. Aber einige seien unbelehrbar, auch wenn sie schon einmal Opfer von Taschendieben geworden sind.

„Die Wertsachen sollte man immer am Körper tragen, am besten an verschiedenen Stellen verteilt“, erklärt Alexandra Butzki. Besonders ältere Damen seien Opfer von Dieben. „Sie können vielleicht nicht so schnell reagieren oder gar hinterherlaufen.“ Deswegen ist es besonders wichtig, Senioren dafür zu sensibilisieren, die Handtasche nicht einfach vorne in den Rollator zu legen. „Gleiches gilt auch für Mütter mit Kinderwagen“, ergänzt Sandra Hut.

Die Polizisten teilen sich auf. Nicole Schumacher-Michels und Sandra Hut gehen ins Centro hinein, um unvorsichtige Einkäufer anzusprechen. Noch ist das Einkaufszentrum ziemlich leer. „Jetzt gerade hätten es Taschendiebe sehr schwer“, sagt Sandra Hut. Denn die Diebe schlagen besonders gerne zu, wenn es voll ist: auf dem Weihnachtsmarkt oder auf der Kirmes zum Beispiel.

Den Polizistinnen fällt eine junge Frau mit einer auffälligen roten Handtasche auf. „Tagen sie die Tasche immer so hinter dem Körper?“, fragt Nicole Schumacher Michels. „Normalerweise achte ich darauf, dass ich sie vorne trage“, antwortet die Frau. Dennoch haben die Expertinnen einen Tipp für sie: Der Öffner des Reißverschlusses sollte immer vorne sein, damit niemand die Tasche unbemerkt von hinten öffnen kann.

Auch die Coca-Cola-Oase ist laut den Polizisten ein beliebter Ort für Taschendiebe. „Viele legen ihr Handy einfach offen auf den Tisch“, weiß Alexandra Butzki. „Dann kommt jemand und fragt nach dem Weg, legt eine Karte auf das Handy und nimmt nach dem Gespräch Handy und Karte zusammen weg.“

Rucksäcke sollte man im Gedränge immer vorne tragen. „Oder in den Schließfächern verstauen und nur das Nötigste mitnehmen“, rät Alexandra Butzki. In Bauchtaschen oder Brustbeuteln seien Wertsachen deutlich besser aufgehoben.

Bankkarten sperren lassen

Wenn es doch zu einem Taschendiebstahl gekommen ist, rät die Polizei andere Menschen darauf aufmerksam zu machen, Hilfe zu organisieren und sich das Aussehen des Täters einzuprägen.

Natürlich sollte auch die Polizei unter der Notrufnummer 110 informiert werden. Wurden auch Bankkarten gestohlen, können diese unter der zentralen Nummer 116 116 gesperrt werden.

Mehr Infos und Tipps gibt es auf polizei-beratung.de oder bei der Kriminalprävention der Polizei Oberhausen. Die Seniorensicherheitsberater bieten Vorträge in Vereinen an. Kontakt: 0208-826 4511 oder kriminalprävention.oberhausen@polizei.nrw.de.

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