Schreckschusswaffen

Schüsse und Feuerwerk: Polizeieinsatz bei Hochzeitsfeier

Die Polizei fuhr mit mehreren Streifenwagen zu dem Einsatz an der Mellinghofer Straße. Besorgte Nachbarn hatten Schüsse gehört, die bei einer Hochzeitsfeier gefallen waren.

Die Polizei fuhr mit mehreren Streifenwagen zu dem Einsatz an der Mellinghofer Straße. Besorgte Nachbarn hatten Schüsse gehört, die bei einer Hochzeitsfeier gefallen waren.

Foto: dpa

Oberhausen.   Bei einer Hochzeit in Oberhausen sind Schüsse gefallen, Nachbarn alarmierten die Polizei. Diese rückte am Samstag mit einem Großaufgebot aus.

Weil sie Schüsse gehört und Feuerwerk gesehen haben, haben besorgte Anwohner der Mellinghofer Straße in Oberhausen am Samstagnachmittag die Polizei gerufen. Die Beamten fuhren mit allen verfügbaren Streifenwagen zum Einsatzort.

Schnell konnten sie drei Männer (23 und 26 Jahre alt) ausmachen, die mit Schreckschusswaffen geschossen und Feuerwerkskörper gezündet hatten. Sie gehörten zu einer Hochzeitsgesellschaft, die mit etwa 30 – teilweise hochpreisigen – Autos an der Mellinghofer Straße geparkt hatte.

Kein kleiner Waffenschein vorhanden

Die Polizisten fanden Patronenhülsen und in zwei Fahrzeugen weitere Schreckschusswaffen. Allerdings konnte keiner der Männer einen kleinen Waffenschein vorlegen, der nötig ist, um solche Waffen zu führen. Gegen die Männer wurde Anzeige erstattet. Die Polizei prüft nun, ob die Männer eventuell auch ihren Führerschein abgeben müssen.

In einigen Kulturen sei der Gebrauch von Schusswaffen bei Hochzeitsfeiern inzwischen üblich, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Auch in Oberhausen hätten die Beamten ab und zu mit solchen Einsätzen zu tun, sagte ein Polizeisprecher. Vor einiger Zeit habe es in Osterfeld "eine größere Geschichte gegeben". "Aber es wird ja nicht bei allen Fällen die Polizei gerufen." Ob die drei Männer zu einem kriminellen Familien-Clan gehören, weiß die Polizei nicht.

Auch gegen „Hochzeitskonvois“ würden die Beamten konsequent vorgehen – sie seien verkehrswidrig und gefährlich. „Waffenrechtsverstöße führen in der Regel zum Entzug von waffenrechtlichen Erlaubnissen, der Beschlagnahme von Waffen und – auch wenn die Straftat nicht im Zusammenhang mit dem Führen von Kraftfahrzeugen begangen wurde – dem Entzug der Fahrerlaubnis“, so die Polizei.

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