Kinotipps

Oberhausens Frauenfilmtage bringen „Alien“ zurück

Was wird aus der Katze? Die damals 30-jährige Sigourney Weaver als Ellen Ripley im Science-Fiction-Schocker „Alien“ von 1979.

Was wird aus der Katze? Die damals 30-jährige Sigourney Weaver als Ellen Ripley im Science-Fiction-Schocker „Alien“ von 1979.

Foto: dpa Picture-Alliance / Röhnert / picture alliance / Keystone

Oberhausen.  Als nachträgliche Gratulation zu Sigourney Weavers 70. Geburtstag zeigt die Lichtburg am 15. Dezember Ridley Scotts Science-Fiction-Schocker.

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Für abgebrühte Filmfans ist’s ein Wiedersehen auf der großen Leinwand – für die Frauenfilmtage „Visuelle“ ein mutiger Schritt ins Horror-Genre: In der Lichtburg präsentieren sie am Sonntag, 15. Dezember, um 18.30 Uhr Ridley Scotts Science-Fiction-Schocker „Alien“ von 1979 mit der damals 30-jährigen Sigourney Weaver. „Visuelle“ gratuliert damit nachträglich Hollywoods erster Action-Heldin zu ihrem 70. Geburtstag.

Die herbe Schöne und der wortkarge Fischer

Zu sehen ist die New Yorkerin in ihrer Rolle als Ellen Ripley, mit der sie vor 40 Jahren Filmgeschichte schrieb – als erste starke Frauenfigur in den zuvor von Männern dominierten Action-, Sci-Fi- und Horror-Genres. Die Besatzung des Weltraumfrachters „Nostromo“ befindet sich im künstlichen Tiefschlaf. Als ihr Schiff ein SOS-Signal empfängt, weckt der Bordcomputer die Crew, die der Hilferuf auf einen unwirtlichen Planeten führt. Dabei entdeckt die Crew das Wrack eines außerirdischen Raumschiffs. Ein Crewmitglied wird von einem Alien angegriffen – und zurück zum Schiffsarzt an Bord der „Nostromo“ gebracht. Damit beginnt in der Enge des Raumfrachters der grausige Kampf ums Überleben gegen ein Säure verspritzendes Ungeheuer.

Großes, raues Kino der Gefühle an der wildromantischen Küste der Normandie präsentiert das Kino im Walzenlager, Hansastraße 20, jeweils um 18 Uhr mit „Angèle und Tony“. Angèle sucht einen Mann, um neu anzufangen. Sie braucht einen Vater für ihren Sohn Yohan – sonst bekommt sie ihn nicht wieder. Auf ihre Anzeige meldet sich Tony, ein wortkarger Fischer. Angèle glaubt, sie könne ihn mit ihrer Schönheit ködern. Tony schreckt vor ihrer schroffen Art zurück, spürt aber ihre Sehnsucht. Seine Mutter ist nicht angetan von der neuen Hausgenossin. Was wissen sie eigentlich von dieser Frau, die ihren Sohn heiraten will?

Mit den grandiosen Darstellern Clotilde Hesme und Grégory Gadebois gewann Regisseurin Alix Delaporte den „Prix Michel d’Ornano“ für den besten französischen Debütfilm.

Ein vor Ideen berstende Hommage an das Kino

Außerdem zeigt das Walzenlager-Kino bis Montag, 16. Dezember, weitere Episoden der 14-stündigen Film-Serie „La Flor“. Zehn Jahre lang hat der argentinische Regisseur Mariano Llinás an seinem Epos gearbeitet, und das Ergebnis dürfte zu den außergewöhnlichsten Kinoereignissen nicht nur dieses Jahres zählen. Seine Serie für die Leinwand ist eine verspielte, vor Ideen berstende Hommage an das Kino.

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