Sommerhitze

Oberhausener SPD bringt neues Freibad ins Gespräch

Braucht Oberhausen im Sommer mehr Abkühlung? Jusos und Linke meinen: Ja!

Braucht Oberhausen im Sommer mehr Abkühlung? Jusos und Linke meinen: Ja!

Foto: Armin Weigel / dpa

Oberhausen.  Braucht Oberhausen ein neues Freibad? Linke und Jusos meinen: Ja! Nun macht auch die SPD-Fraktion den ersten Schritt und will die Kosten prüfen.

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In den vergangenen, extrem heißen und trockenen Sommern wurden sie immer wieder laut: Rufe nach einem zusätzlichen Freibad in Oberhausen. Nachdem sie noch im vergangenen Jahr diesen Forderungen eine deutliche Absage erteilte, bringt die SPD-Ratsfraktion das Thema nun wieder ins Gespräch.

Im Sportausschuss bringen die Sozialdemokraten am Mittwoch einen entsprechenden Antrag ein: Die Verwaltung soll prüfen, wie teuer ein neues Schwimm- beziehungsweise Freibad die Stadt zu stehen käme. „Wir wollen eine sachliche Diskussion“, erklärt Klaus Kösling, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Deshalb müssen wir klären: Worüber reden wir eigentlich?“ Sprich: Wie teuer ist der Wunsch, den unter anderem die Oberhausener Linken, aber auch die Jusos immer wieder äußern?

Themen für Kommunalwahlkampf

Dabei hatte die SPD die Forderungen der politischen Gegner bislang abgelehnt. Im September 2018 beispielsweise schmetterten sie einen Antrag der Linken für ein neues Freibad ab. Die Stadt habe das Freibad Alsbachtal geschlossen, weil es an Besuchern mangelte, erklärte Kösling damals. Zwei Hallenbäder, Aquapark und das Bad im Revierpark Vonderort: Das Angebot sah der SPD-Ratsherr damals als ausreichend an. Neben der SPD stimmten damals auch die CDU, die Grünen und die FDP gegen den Antrag der Linken.

Ein Umdenken bei der SPD brachte offenbar die jüngste Mitgliederversammlung der Oberhausener Sozialdemokraten, in der es vor allem auch um die Themen des kommenden Kommunalwahlkampfes ging. Die Jusos, also die Jugend aus den eigenen Reihen, brachten ein neues Freibad dabei erneut ins Gespräch. Kompromissbereit, aber auch beharrlich treten die Jungsozialisten für die Interessen der Jugend ein, erklärt deren Vorsitzender Gianni Virgallita. Der daraus nun entstandene Antrag für den Sportausschuss sei aber kein Antrag für ein neues Freibad, erklärt Kösling. „Wir schaffen damit viel mehr die Basis für eine Diskussion.“

Linke sehen sich bestätigt

Dennoch dürften sich die Oberhausener Linken beim Blick auf die Tagesordnung des Sportausschusses verwundert die Augen gerieben haben. „Wir sind erstaunt über den Sinneswandel innerhalb der SPD, aber nicht weniger erfreut, dass sich unsere fortschrittlichen Ideen und offenbar auch die Jusos nun in der Ratsfraktion durchgesetzt haben“, sagt Martin Goeke dazu. Die Stadt brauche ein bezahlbares Freibad – vor allem vor dem Hintergrund der sommerlichen Hitze der vergangenen Jahre. „Dafür muss Geld in die Hand genommen werden.“

Die Oberhausener Linken fühlen sich bestätigt und führen den Vorstoß der SPD auf ihre politische Beharrlichkeit zurück. „Wenn wir nun anscheinend schon die SPD im Nachhinein überzeugen konnten, kommen vielleicht auch andere Fraktionen endlich zur Besinnung und stimmen für das Vorhaben“, sagt Linken-Ratsherr Martin Goeke.

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