Brost-Kneipengespräche

Oberhausener Oberbürgermeister erwartet neue Bürger-Ideen

Oberbürgermeister Daniel Schranz hat zusätzlich zu den gesetzlich erforderlichen Bürgerbeteiligungsprojekten mehrere Diskussionsveranstaltungen und Mitmach-Runden mit Bürgern ins Leben gerufen: Das Bürgerforum hier in Altenberg, den Bürgerrat und die Gesprächsreihe „Auf ein Wort“ mit dem Oberbürgermeister.

Oberbürgermeister Daniel Schranz hat zusätzlich zu den gesetzlich erforderlichen Bürgerbeteiligungsprojekten mehrere Diskussionsveranstaltungen und Mitmach-Runden mit Bürgern ins Leben gerufen: Das Bürgerforum hier in Altenberg, den Bürgerrat und die Gesprächsreihe „Auf ein Wort“ mit dem Oberbürgermeister.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Oberbürgermeister Schranz unterstützt die neue Bürgerbeteiligungsaktion der Brost-Stiftung. Dabei gibt es hier schon recht viele Bürgeraktionen.

Im Januar und Februar 2020 organisiert die Essener Brost-Stiftung für Anwohner in elf Oberhausener Stadtvierteln Diskussionstreffs unter dem Projekttitel „Ruhrgebiet besser machen“, um die Lebensqualität vor Ort nach vorne zu bringen.

Wer an den Gesprächen in Kneipen, Restaurants und Gemeindezentren teilnehmen will, kann sich jetzt anmelden auf der Projekt-Internetseite der Brost-Stiftung (ruhrgebietbessermachen.de) oder telefonisch unter 0201-74 99 36 16 bei Projektreferentin Jasmin Sandhaus. Das gewünschte Thema kann und soll ruhig genannt werden. Das erste in der Reihe der kostenlosen Kneipengespräche findet in „Stani’s Eck“ an der Mellinghofer Straße in Bermensfeld/Schlad am Montag, 20. Januar 2020, ab 19 Uhr statt; das letzte im Restaurant Aphrodite an der Koppenburgstraße 50 für Osterfelder Bürger am Donnerstag, 13. Februar 2020, ab 19 Uhr (siehe auch Infokasten). Eine von der Brost-Stiftung spendierte Runde Bier, Wasser oder Cola soll die Stimmung lockern, um eine Flut an Ideen auszulösen.

Der Oberhausener Oberbürgermeister Daniel Schranz unterstützt das neue Beteiligungsprojekt der Stiftung, das auch der Politik vor Ort Hinweise auf Probleme und Lösungen geben soll. Eigentlich gibt es aber bereits recht viele Bürgerveranstaltungen in Oberhausen. Wir stellten dem Oberbürgermeister deshalb vier Fragen zu der Brost-Initiative:

Herr Schranz, warum begrüßen Sie das Projekt der Brost-Stiftung?

Mir gefällt ganz einfach die Idee, Bürgerinnen und Bürger in ihrem eigenem Kiez, in diesem Falle in der Kneipe an der Ecke einzuladen, wo sie mit Fachleuten diskutieren, politisieren, vielleicht auch nur klönen können. Mir selbst liegt die Bürgerbeteiligung ohnehin ganz besonders am Herzen, deswegen gehen wir in Oberhausen an dieser Stelle ja auch deutlich über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus. Das Projekt der Brost-Stiftung bietet jetzt sogar eine schöne zusätzliche Beteiligungsmöglichkeit.

Bei den vielen Bürgerbeteiligungsprojekten in Oberhausen nehmen mal nur ein paar Bürger an den Veranstaltungen teil, mal ein paar hundert. Wie erklären Sie sich den so stark wechselnden Zuspruch?

Abgesehen davon, dass es sicherlich populäre und weniger populäre Themen gibt, sind die Menschen in Oberhausen aus meiner Sicht immer ansprechbar, wenn man ihnen wertschätzend und auf Augenhöhe begegnet. Ich denke, wer ein offenes Ohr für die Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger hat, aber auch für ihre Sorgen und ihre Kritik, muss sich in der Regel nicht über mangelnden Zuspruch beklagen.

Gibt es mittlerweile eine Übersättigung der Bürger mit Beteiligungsprojekten?

Ich selbst mache andere Erfahrungen. Bei uns in Oberhausen gibt es nach wie vor ein reges Interesse am Geschehen in unserer Stadtgesellschaft. Eher sehe ich die Gefahr, dass die Qualität der Bürgerbeteiligung zuweilen nur noch danach bewertet wird, ob die eigenen Interessen durchgesetzt werden können oder nicht. Ich würde mir aber wünschen, dass auch das Allgemeinwohl im Blick behalten wird.

Was erwarten Sie von den Kneipengesprächen der Brost-Stiftung – auch Anregungen für die Politik, wie man alltagstaugliche Lösungen finden kann?

Ich bin, ehrlich gesagt, schon sehr gespannt auf die Ideen der Teilnehmer. Schließlich soll es am Ende ja auch um die Verbesserung der Lebensqualität in unserer Heimatstadt und im Ruhrgebiet gehen. Da schauen wir uns jeden Vorschlag mit großem Interesse an.

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