Polizei

Oberhausener Ermittler finden heraus: Raub nur vorgetäuscht

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Widersprüchliche Angaben eines angeblich überfallenen Mannes wecken den Argwohn der Kripo. Die Ermittler liegen mit ihrem Verdacht genau richtig.

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Die Ermittler der Kripo Oberhausen deckte jetzt einen vorgetäuschten Raubüberfall auf.

Anfang Oktober hatte sich sich ein 31-jähriger Oberhausener bei der Kriminalpolizei gemeldet und behauptet, dass er am frühen Morgen auf der Koopmannstraße überfallen und ausgeraubt worden sei. Der Mann berichtete: Er sei Auslieferer einer großen Möbelfirma und seine Kunden hätten die Möglichkeit, die Ware auch mit Bargeld zu bezahlen. Es sei so üblich, dass er das Geld über Nacht mit nach Hause nehme und dann am nächsten Tag in der Firma abgebe.

Angeblich mit Pistole bedroht

Am Morgen des 8. Oktobers habe er dann, weil sein Auto plötzlich gestreikt habe, zu Fuß zur Firma gehen müssen und sei dabei dem Räuber begegnet. Der Unbekannte habe ihn unvermittelt mit einer Pistole bedroht und dann einen Umschlag mit den Tageseinnahmen geraubt.

Bei den Ermittlern seien sofort die „roten Lampen“ angegangen, berichtet die Pressestelle der Polizei, denn: Teile der von dem angeblich überfallenen Deutschen zu Protokoll gegebenen Behauptungen passten einfach nicht zusammen.

Tatablauf akribisch untersucht

In den folgenden Tagen und Wochen untersuchten die Fahnder akribisch den behaupteten Tatablauf, befragten Zeugen und baten den Oberhausener erneut zur Vernehmung. Der Verdächtige, der seit Anfang 2019 schon zwei Mal Taten angezeigt hatte, bei denen er angeblich Firmengeld verloren hatte oder Unbekannte in seine Wohnung eingebrochen waren, gestand schließlich, den Raubüberfall aus Geldnot nur vorgetäuscht zu haben. Die Ermittler schauen sich jetzt auch die vorher angezeigten Taten noch einmal ganz genau an.

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