BERLIN-REISE

Heinrich-Heine-Schüler beraten die große Berliner Politik

Schulleiter Marcus Kortmann mit der Berlin-Delegation Patrick Mambo, Patrik Penitzka, Emily Quint, Luisa Flegel und Julia Trgovcevic (v. li.).

Foto: Fileccia

Schulleiter Marcus Kortmann mit der Berlin-Delegation Patrick Mambo, Patrik Penitzka, Emily Quint, Luisa Flegel und Julia Trgovcevic (v. li.). Foto: Fileccia

Oberhausen.   Schuldelegation aus Oberhausen nimmt in der Hauptstadt den Datenschutz ins Visier. Dialogkonferenz dreht sich um bessere Regeln fürs Internet.

Oberhausener Gymnasiasten starteten jetzt eine Visite in der Bundespolitik: Am Dienstag war eine kleine Delegation des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Berlin zu Gast und nahm dort an der „Gemeinsamen Dialogkonferenz“ der Bundesdatenschutzbeauftragten zum Thema „Datenschutz für Kinder“ teil.

Beim Datenschutz stellen sich gerade mit Blick auf jüngere Menschen viele Fragen: Darf ich Fotos meiner Freunde auf Instagram veröffentlichen? Wie verhindere ich, dass mein Standort an Google weitergegeben wird? Wie stelle ich die Datenschutz-Einstellungen bei WhatsApp richtig ein? Schon Erwachsenen fällt die Antwort darauf schwer, für Kinder stellen diese Fragen eine echte Herausforderung dar.

Junge Experten geben ihr Wissen weiter

Wie kann ein passgenauer Datenschutz für Kinder aussehen? In der Konferenz drehte sich alles um diese zentrale Frage, wobei die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Dorothee Bär, und die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Andrea Voßhoff, die Regie führten.

Um die Konferenz nicht in der grauen Theorie verharren zu lassen und mit dem Wissen von direkt Betroffenen zu bereichern, luden die Initiatoren auch junge Experten aus Oberhausen ein. Julia Trgovcevic, Patrik Penitzka, Emily Quint, Luisa Flegel und Patrick Mambo reisten als Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums nach Berlin.

Für eine sichere Mediennutzung

Als Medienscouts kennen sie sich mit sozialen Netzwerken und Internetfragen allerbestens aus. Sie starten als Acht- und Neuntklässler regelmäßig Informationsveranstaltungen für ihre Mitschüler aus den Jahrgängen 5 und 6 und helfen ihnen bei einer sicheren Mediennutzung.

Am Dienstag durften sie nun auf der Datenschutz-Konferenz in Berlin ihre Arbeit vorstellen. Julia Trgovcevic und Patrik Penitzka saßen außerdem in Diskussionsrunden auf der Bühne mit hochrangigen Experten und konnten unter der Moderation von Ralph Caspers im Detail berichten, wie es am Heine-Gymnasium mit der Medienerziehung klappt.

Medienscouts auf Augenhöhe

Begleitet wurde die Schülerdelegation von Lehrer Dr. Marco Fileccia: „Die Medienscouts sind nur wenig älter als ihre Mitschüler, sprechen die gleiche Sprache, lieben die gleichen Apps und haben ähnliche Nutzungsgewohnheiten. Sie sind dadurch eher Vorbilder am Smartphone als wir Lehrer“, unterstreicht der Pädagoge.

Frühes Aufstehen und ab in die Hauptstadt

Die größte Hürde war für die Jugendlichen aber wohl nicht die Nervosität angesichts der großen Politiker-Namen, sondern schon eher die Uhrzeit des Aufstehens. Frühmorgens um 5 Uhr startete am Dienstag die Tagesreise in die Bundeshauptstadt; erst am späten Abend sollte es dann wieder zurückgehen.

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