Corona-Pandemie

Oberhausen: Oberbürgermeister schickt Corona-Infos an Bürger

Dieses Banner mit der Aufschrift „Danke an alle Alltagshelden" hängt an der Brücke über der Mülheimer Straße zwischen Wasserturm und TZU. Der Initiator der Aktion in unbekannt.

Dieses Banner mit der Aufschrift „Danke an alle Alltagshelden" hängt an der Brücke über der Mülheimer Straße zwischen Wasserturm und TZU. Der Initiator der Aktion in unbekannt.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Um alle Bürger zu erreichen, verteilt die Stadt Oberhausen eine Broschüre mit Informationen rund um die Corona-Krise. Und mit aufbauenden Worten.

Zwei Menschen aus Oberhausen werden aktuell auf der Intensivstation behandelt, weil sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit (2. April). Demnach gibt es derzeit 54 bestätigte Verdachtsfälle in Oberhausen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. 29 Erkrankte sind bereits wieder genesen. Seit Ausbruch der Infektionskrankheit sind in Oberhausen demnach insgesamt 83 Personen an dem Erreger erkrankt.

In der Corona-Krise geht die Stadt Oberhausen einen „außergewöhnlichen Weg“ (OB Daniel Schranz): Alle Haushalte in Oberhausen erhalten ab Freitag, 3. April, eine Broschüre mit wichtigen Informationen rund um die Pandemie. „Wir alle durchleben derzeit eine Ausnahmesituation mit Herausforderungen, wie es sie in unserer Stadtgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat“, wendet sich Oberbürgermeister Daniel Schranz an die Bürger. Wer nicht täglich die lokale Presse verfolge oder sich im Internet informieren könne, solle über das Flugblatt alle notwendigen Auskünfte, Ansprechpartner und Hilfsangebote erfahren.

Nicht lockerlassen, nicht leichtsinnig werden

Außerdem bedankt sich das Stadtoberhaupt bei den Bürgern für ihr Verständnis, ihre Solidarität und Einsatzbereitschaft: „Wenn es drauf ankommt, rücken wir in Oberhausen zusammen – das ist die wichtige Botschaft, die wir aus dieser schweren Prüfung mitnehmen können“, so Daniel Schranz. Weil aber die Krise noch nicht beendet ist, sollen die Oberhausener noch einmal auf alle Vorsichtsmaßnahmen (Sicherheitsabstand, Regeln und Bußgelder), den Verlauf der Meldekette und auf Beratungs- und Hilfsmöglichkeiten (zum Beispiel Lebensmitteleinkäufe) hingewiesen werden. „Wenn wir jetzt nicht leichtsinnig werden und nicht lockerlassen, werden wir die Krise bewältigen“, macht Schranz Mut, „für dieses Ziel lohnen sich alle unsere Anstrengungen“.

Neue Zeiten bei Bürgertelefon

Auf der Wurfsendung sind auch alle wichtigen Kontaktnummern verzeichnet wie beispielsweise die Hotline der Stadt Oberhausen. Die Erreichbarkeit dieses Bürgertelefons wird nach Angaben der Stadtverwaltung wegen gesunkener Anruferzahlen „an den Informationsbedarf der Oberhausener Bürgerinnen und Bürger angepasst“. Das Bürgertelefon ist ab Freitag (3. April) und dann wochentags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 8 bis 17 Uhr unter 0208-825 7777 zu erreichen. Das Team des Bürgertelefons steht demnach weiterhin an sieben Tagen die Woche für Fragen zur Verfügung.

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