Deutsche Bahn

Oberhausen kämpft um ein längeres Dach am Sterkrader Bahnhof

Orkantief Friederike hatte das einstige Dach beschädigt, inzwischen hat die Bahn eine neue Teilüberdachung am Sterkrader Bahnhof gebaut.

Orkantief Friederike hatte das einstige Dach beschädigt, inzwischen hat die Bahn eine neue Teilüberdachung am Sterkrader Bahnhof gebaut.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das Dach über dem Sterkrader Bahnhof soll im Rahmen des Betuwe-Ausbaus 47 Meter lang sein. Die Stadt fordert hingegen mehr.

Nachdem die Überdachung des Sterkrader Bahnhofs vor weit mehr als einem Jahr dem Sturm „Friederike“ zum Opfer gefallen ist, gab es viele Diskussionen über den Wetterschutz. Inzwischen ist er übergangsweise repariert worden. Aber: Im Rahmen des Betuwe-Ausbaus, der auch den Umbau des Sterkrader Bahnhofs zur Folge hat, will die Bahn weiterhin kein langes Dach über den Mittelbahnsteig bauen.

Stadt Oberhausen fordert 100 Meter

Die Bahn macht die Länge der Überdachung von der Zahl der Reisenden abhängig. Für Sterkrade ergibt sich daraus eine Länge von 47 Metern. Der Stadtverwaltung ist das zu wenig. Sie fordert mindestens die doppelte Länge – also rund 100 Meter. „Die Diskrepanz in der Länge des Bahnsteigdaches konnte leider noch nicht aufgelöst werden, so dass in den Planungen, die zurzeit ausliegen, das verkürzte Dach eingetragen ist“, erklärt Sabine Janclas, Leiterin des Tiefbauamtes. Dementsprechend wird die Stadt das zweite Deckblattverfahren dafür nutzen, um eine Einwendung zu machen – mit dem Ziel, „die Kosten für den städtischen Haushalt so gering wie möglich zu halten, da die Bahn die Stadt Oberhausen an den Kosten für die Dachverlängerung beteiligen möchte“, so Janclas.

Bis zum bis 3. Juli liegen die Pläne für den Gleisausbau auf der Betuwe-Strecke noch im Technischen Rathaus aus. Schriftliche Einwendungen sind bis zum 17. Juli möglich.

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