Findling

In Oberhausen ging ein Fünf-Tonnen-Findling auf die Reise

Findling im Blick: v.l. Norbert Engbrocks (KIG), Christian Rase, Sebastian Groß und Jürgen Groß (Fa. Hermann), Thomas Meller (KIG) und Frank Lennerth (OGM).

Findling im Blick: v.l. Norbert Engbrocks (KIG), Christian Rase, Sebastian Groß und Jürgen Groß (Fa. Hermann), Thomas Meller (KIG) und Frank Lennerth (OGM).

Foto: Königshardter Interessengemeinschaft (KIG)

OBERHAUSEN.   Obelix hätte an dieser Aktion seine wahre Freude gehabt. Aber auch ohne Zaubertank-Kräfte landete der Riesenstein an einem neuen Standort.

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Warum heißt der Findlingsweg auf der Königshardt eigentlich Findlingsweg? Beim Anlegen der neuen Straße war dort jedenfalls noch kein Findling zu finden. Das hat sich jetzt allerdings geändert: Ein fünf Tonnen schweres Exemplar wurde nun dorthin transportiert – so als wäre die Straße extra für diesen Stein angelegt. . .

Das berichtet Norbert Engbrocks, Geschäftsführer der Königshardter Interessengemeinschaft (KIG). Der bisherige Standort des Findlings habe sich vor dem Vereinsheim „Frisch Auf“ auf der Neukölner Straße befunden. Das Vereinsheim habe unterdessen ausgedient, und die Stadt Oberhausen gebe das Grundstück zur Wohnbebauung frei. Norbert Engbrocks: „Somit konnte auch der Findling dort nicht mehr länger bleiben.“

1913 mitten im Wald entdeckt

35 Jahre stand er vor dem Vereinsheim „Am Ullestatt“. Doch die Vor-Geschichte ist noch viele Jahrzehnte länger: Nachdem der Findling von Königshardter Kindern anno 1913 mitten im Wald entdeckt worden war, hatten diese – erwachsen geworden – den beeindruckenden Stein im Jahr 1922 aus dem Hiesfelder Wald geholt und vor das spätere Vereinslokal des Wandervereins „Zum Hirschkamp“ gestellt. Beachtliche 500 Deutsche Mark waren dafür seinerzeit an das staatliche Forstamt Wesel zu bezahlen.

Eine würdige Adresse

Diesen ersten Standort eingerechnet ging der Findling seit der Eiszeit jetzt zum vierten Mal auf die Reise. Der Findlingsweg wird nun für den Fünf-Tonnen-Stein eine vermutlich endgültige – und sicher sehr würdige – Adresse sein, denn welcher Straßenname könnte besser passen? Der Findling zieht nun zwischen dem Findlingsweg und der Bruckmannskate die Blicke auf sich. Ob jene Königshardter Kinder, die den Riesenstein 1913 im Wald fanden, damit rechneten, dass „ihr“ Fundstück später mal eine so etappenreiche Reise unternehmen wird?

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