Schlager-Ärger

Nach Spott über Michael Wendler – Olé-Chef erklärt Rauswurf

Er hatte Spaß – die Veranstalter von „Schalke Olé“ weniger. Willi Herren spottete über den Schlagerkollegen Michael Wendler. Nun fehlt er bei der kommenden Olé-Tournee.

Er hatte Spaß – die Veranstalter von „Schalke Olé“ weniger. Willi Herren spottete über den Schlagerkollegen Michael Wendler. Nun fehlt er bei der kommenden Olé-Tournee.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Oberhausen/Gelsenkirchen.  Der Spott-Auftritt von Willi Herren gegen den Schlager-Kollegen Michael Wendler auf Schalke hat Konsequenzen. Bei der nächsten Olé-Tour fehlt er.

Die Lästerei von Willi Herren gegen den Schlagerkollegen Michael Wendler auf der Bühne von „Schalke Olé“ hat weitere Konsequenzen. „Willi Herren wird im kommenden Jahr bei der kompletten Olé-Tournee nicht auftreten“, sagt Veranstalter Markus Krampe gegenüber unserer Redaktion. Die Schlager-Freiluft-Reihe gilt als größte ihrer Art. Im kommenden Jahr sollen nach dem Start am Centro Oberhausen acht weitere Städte in ganz Deutschland angesteuert werden. Veranstalter Krampe schildert ausführlich seine Sicht des Zicke-Zacke-Eklats.

Willi Herren fehlt bei der kompletten Olé-Tournee 2020

Was war geschehen? Schon in der RTL-Show „Das Sommerhaus der Stars“ hatten sich Wendler und Herren gefetzt. Der ehemalige Lindenstraße-Schauspieler musste auf Schalke sein Festival-Gastspiel vor 40.000 Fans nun abrupt beenden. Bei seinem Partysong „So geh’n die Gauchos“ hatte er spöttisch auf Michael Wendler angespielt – und auch dessen 19 Jahre junge Freundin Laura Müller imitiert.

Ein klarer Bruch gegen bestehende Absprachen, sagt Veranstalter Krampe. „Ich habe das Management von Willi Herren persönlich mehrere Tage vor ‘Schalke Olé’ darüber informiert, dass die Namen während des Auftritts nicht fallen dürfen. Solche Lästereien über andere Künstler gehören nicht auf die Bühne.“

Willi Herren („Was kann uns keiner nehmen?“) dagegen versteht die Welt nicht mehr. Er hält seinen Auftritt für harmlos und fragt in einem Instagram-Post: „Was ist daran verwerflich?“ Der Kölner Musiker wittert vielmehr eine Werbekampagne auf seine Kosten und schreibt in Anlehnung an seinen Fetenkracher: „So geht PR! PR, die geht so!“ Auch sollen andere Partysänger wie Mickie Krause („Schatzi schenk mir ein Foto“) und Ikke Hüftgold („Modeste-Song“) auf Schalke ebenfalls den Namen Wendler in den Mund genommen haben – allerdings sanktionsfrei.

Olé-Macher: „Willi Herren hat sich nicht an Absprachen gehalten“

„Da gibt es einen großen Unterschied“, antwortet nun Markus Krampe im Gespräch mit unserer Redaktion. „Willi Herren hat nicht nur einen Satz gesagt, sondern seinen gesamten Auftritt darauf angelegt, einen anderen Sänger durch den Kakao zu ziehen. So erzeugt man eine negative Stimmung gegen einen Kollegen. Also mussten wir eingreifen.“ Krampe selber habe auf Schalke genau hingehört. „Ich habe persönlich nichts gegen Willi Herren. Aber wenn man sich als Sänger nicht an Absprachen hält, dann ist das eben schwierig.“

Vor neun Jahren war wegen eines ähnlichen Vorfalls in Oberhausen bereits das Tischtuch zwischen Markus Krampe und Mickie Krause zerschnitten. Auch Krause hatte auf der Bühne gegen Michael Wendler gestichelt. Beide sprachen sich hinterher aus. „Mickie Krause hat seinen Fehler eingesehen. Wir haben hinterher gesprochen. Außerdem hat er sich auf der Bühne unglaublich entwickelt, bei Willi Herren ist es schon seit einigen Jahren eher andersherum. Das ist sehr schade!“

Michael Wendler steht bei der Olé-Tour 2020 auf der Bühne

Krampe bastelt zwar noch an dem ein oder anderen zusätzlichen Sänger für seine kommende Olé-Tour – Willi Herren sei aber nicht dabei. Nach der Premiere in Oberhausen (6. Juni 2020) führt der Schlager-Reigen nach Wiesbaden, Cloppenburg, Mönchengladbach, Regensburg, Dortmund, München, Bremen und Schalke (10. Oktober 2020). Michael Wendler soll übrigens wieder auf der Bühne stehen. Auch Mia Julia, Giovanni Zarrella, Die Atzen und Sonia Liebing stehen im Line-up.

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